Veranstaltungen Ausblick

Ob Vortragsveranstaltung, Podiumsdiskussion, Exkursion, Filmvorstellung, Round-Table- oder  Kamin-Gespräch: Hier informieren wir Sie aktuell über die kommenden Veranstaltungen zu allen Themenschwerpunkten.

Eine Veranstaltung des Münchner Forum Nachhaltigkeit

Dienstag, 25 April 2017

19:00 Uhr

Evangelische Stadtakademie München, Herzog-Wilhelm-Str. 24. (U-Bahn Sendlinger Tor)

Anmeldung bitte nur über die Ev. Stadtakademie München

Eintritt: 5 €

 

Eine Kooperationsveranstaltung des Münchner Forum Nachhaltigkeit mit der
Evangelischen Stadtakademie München und der Petra-Kelly-Stiftung


Referent? Prof. Dr. Stefan Lessenich
Prof. Dr. Stephan Lessenich lehrt am Institut für Soziologie der Ludwig-Maximilians-
Universität München und ist Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Soziologie.
Er ist Autor zahlreicher Publikationen, u.a. Die Neuerfindung des Sozialen (2008) und
jüngst Neben uns die Sintflut – Die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis (2016).

Alles zu haben und noch mehr zu wollen, den eigenen Wohlstand zu wahren, indem
man ihn anderen vorenthält – das ist das heimliche Lebensmotto der entwickelten Gesellschaften.
Den Menschen im globalen Norden geht es gut, weil es den Menschen in
anderen Weltregionen schlecht geht, so lautet die These von Stephan Lessenich.

Systematisch werden soziale Kosten und ökologische Lasten unserer Lebensweise
ausgelagert, im kleinen wie im großen Maßstab. Wir leben daher nicht
über unsere Verhältnisse; wir leben über die Verhältnisse anderer. Und wir alle verdrängen
unseren Anteil an dieser Praxis.

Der renommierte Soziologe Stephan Lessenich analysiert in seinem Vortrag die Abhängigkeits-
und Ausbeutungsverhältnisse der globalisierten Wirtschaft, deren Verlierer
jetzt an unsere Türen klopfen. Deshalb, so Lessenich, wird sich unser Leben ändern,
ob wir wollen oder nicht.

 

Anmeldung bitte nur über die Ev. Stadtakademie München !

Tel. 089 / 54 90 27-0
Fax 089 / 54 90 27-15
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

Eine Veranstaltug der Gesellschaft zur Förderung der Gartenkultur (Zweig Oberbayern) in Kooperation mit der Umwelt-Akademie e.V.

Donnerstag, 27. April 2017
19.30 Uhr
Seidlhof-Stiftung Gräfelfing, Spitzlbergerstraße 2a

Referentin: Dr. Christa Müller

Urban Gardening hat sich in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten zu einem Megatrend in Großstädten und Metropolen entwickelt mit ganz verschiedenen Varianten und Ausprägungen wie z.B. der Entstehung von Gemeinschafts-Gärten, interkulturellen Gärten, Dachgärten (inklusive Gemüse- und Obst-Anbau), vertikaler Landwirtschaft, Guerilla-Gardening usw.

Ein spannendes Thema mit gewaltigem Entwicklungs-Potential. Wir sind sehr glücklich, dass wir für dieses aufregende Thema eine hoch-qualifizierte Expertin gewinnen konnten: Dr. Christa Müller

Dr. Müller ist geschäftsführende Gesellschafterin der Münchner Forschungsgesellschaft Anstiftung. Für ihre Dissertation erhielt sie 1998 den Schweisfurth-Forschungspreis für Ökologische Ökonomie. Sie lehrt an verschiedenen Hochschulen und forscht seit vielen Jahren zu nachhaltigen Lebensstilen und neuen Wohlstandsmodellen. Darüber hinaus ist sie als Gutachterin tätig, u.a. für das Bundesforschungsministerium. 2011 gab sie das Buch „Urban Gardening“ heraus (oekom Verlag München).


 

Samstag, 6. Mai 2017
von 9:00 Uhr - 16:00 Uhr

Exkursionsleitung: Almut und Nico Döring, Die Umwelt-Akademie e.V.

Kostenbeitrag: 25,00 Euro pro Person (Fahrtkosten)

Nach gemeinsamer Zugfahrt von München Hbf nach Oberau laufen wir über die Loisach, an Quellaufstoß-Mooren und Trockenbiotopen vorbei, entlang von kalkreichen Sümpfen, durch Schutthalden und Schwemmfächer des benachbarten Estergebirges und über artesisch gespannte Grundwasserströme. Lassen Sie sich bezaubern von der Vielfalt und Kleinräumigkeit, dem Miteinander von Natur und Nutzung, der Sinnlichkeit der Natur, wie sie früher vielerorts vorzufinden war und nun innerhalb von weniger als hundert Jahren im Zuge des Fortschritts vielerorts vernichtet worden ist – dieses Verschwinden der Vielfalt aus unserer Kulturlandschaft ist ein Armutszeugnis der besonderen Art.

Unabhängig von wissenschaftlichem Ranking oder dem Rang auf der Roten Liste gefährdeter Tier-, Pflanzen- und Pilzarten, widmen wir uns der Natur und erleben die hiesige landwirtschaftliche Kultur, die auch hier die Natur seit Jahrhunderten prägt.

In Farchant ist eine Einkehr geplant, bevor es mit dem Zug wieder zurück nach München geht.

Da wir die Teilnehmerzahl auf 25 beschränken, bitten wir Sie, sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anzumelden. Bei erfolgreicher Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigung sowie die genauen Details zu Anfahrt, Treffpunkt etc. Die Bestätigungen erfolgen nach Reihenfolge des Eingangs. Wir bitten um Verständnis, dass wir Mitglieder der Umwelt-Akademie bevorzugt berücksichtigen.

Achtung: Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich. Nur wer eine Anmeldebestätigung erhält, kann teilnehmen.




Donnerstag, 11. Mai 2017
19.00 Uhr
GLS-Bank, Bruderstr. 5a, München
U3/U6 oder U4/U5 bis Haltestelle Odeonsplatz, vom Odeonsplatz zu Fuß in den Hofgarten der Residenz (rechts haltend) und die Hofgartenstraße, über den Scharnagelring, geradeaus in die Christophstraße, dann links in die Bruderstraße

Referentin: Mag. Hanni Rützler, Foodtrendforscherin und Pionierin der Ernährungswissenschaft, Autorin u.a. des jährlichen „Food Report 2017“, Inhaberin des futurefoodstudio, Wien

Eine stetig wachsende Weltbevölkerung, nach wie vor wenig ressourcenschonende Lebensmittel-Anbau- und Produktionsmethoden, abnehmende Anbauflächen, Umweltverschmutzung und Artenschwund werfen die Frage auf: Was können wir in Zukunft (noch) essen? Gleichzeitig wächst das Bewusstsein der Menschen für ihre Gesundheit und damit auch für ihre Ernährung. Zudem wird Essen zunehmend Ausdruck der Individualität oder Gruppenzugehörigkeit. Stichwort: Veganer oder Flexitarier. Außerdem wächst in einer zunehmend entstrukturierten Gesellschaft der Bedarf an „flexiblem“ Essen, das jederzeit und überall verfügbar ist.

Der Nestlé Zukunftsstudie „Wie is(s)t Deutschland 2030“ zufolge sind 80 Prozent der Deutschen der Zukunft gegenüber aufgeschlossen. Die Hälfte identifiziert sich mit Szenarien wie „Ressourcenschonende Ernährung in einer werteorientierten Gesellschaft“ und „Gemeinschaftliches Essen als Erlebnis in einer entstrukturierten Gesellschaft“.

Wie genau könnte das aussehen? Werden wir Fisch nur noch aus Aquakultur bekommen? Müssen wir uns mit Insekten und Algen auf dem Teller anfreunden, um unseren Proteinbedarf zu decken? Oder lieber die vegane Variante mit Kunstfleisch und sonstigen Erfindungen aus dem Lebensmittellabor? Wird „Essen to go“, also Konsum bei geringstem Zeitaufwand, die Ernährungsweise der Zukunft oder eher das gemeinsame Kochen und Genießen, mit Familie, Freunden oder in einer Hausgemeinschaft? Oder wird eine App über unsere Ernährung wachen, uns personalisierte Essensvorschläge unterbreiten und gleich online die entsprechenden Zutaten (oder den Pizzaboten) bestellen?

Welche Trends kommen auf uns zu und wie können wir auch in Zukunft unsere Ernährung nach unseren individuellen Bedürfnissen gestalten? Diese und andere Fragen beantwortet uns die Expertin Mag. Hanni Rützler.




 

 

Exkursion und Führung durch Sonderausstellung im Deutschen Museum

Achtung: Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich. Nur wer eine Anmeldebestätigung erhält, kann teilnehmen.

13. Mai 2017
10:00 Uhr

Anmeldung + Treffpunkt: Da wir die Teilnehmerzahl beschränken müssen, bitten wir Sie, sich schnellstmöglich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anzumelden. Bei erfolgreicher Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigung sowie die genauen Details zu Anfahrt und Treffpunkt. Die Bestätigungen erfolgen nach Reihenfolge des Eingangs. Allerdings: Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Mitglieder der Umwelt-Akademie bevorzugt berücksichtigen.

Kosten: 15,00 Euro, vor Ort zu bezahlen (Eintritt und Führung)

Kuratorin: Sabine Gerber, Deutsches Museum München

Das Deutsche Museum hat eine neue Sonderausstellung konzipiert: “energie.wenden”:

“Die Energiewende ist eine große Herausforderung unserer Zeit. Ihre Ziele lauten: Minderung der CO2-Emissionen und Verringerung der Abhängigkeiten von fossilen Energieträgern. Es gilt, das Energieversorgungssystem aktiv umzugestalten, um die klimaschädlichen Emissionen fossiler Brennstoffe und die systemische Abhängigkeit von ihnen zu minmieren” (Origialton Dt. Museum).

Das wollen wir uns ansehen. Von der Kuratorin wollen wir uns führen lassen.

Wir freuen uns mit Ihnen.

 

 

in Kooperation mit dem Bauzentrum, Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) der Landeshauptstadt München

18. Mai 2017
19:00 Uhr
Sparda Café Sparda, Sparda-Bank München eG, Arnulfstraße 15, 80335 München (direkt gegenüber Bayerischer Rundfunk), ÖPNV: Haltstelle „Hauptbahnhof“, Nordausgang; von dort fußläufig 10 Minuten, "Hackerbrücke“, Ausgang Richtung ZOB (Zentraler Omnibusbahnhof); von dort fußläufig 5 Minuten

Referentin: Prof. Dr. Natalie Eßig, Architektin; Hochschule München, Fakultät Architektur

Ökologische, ökonomische und soziale Aspekte bewegen unsere Gesellschaft, wenn es um enkeltaugliche Zukunftsfähigkeit geht. Insbesondere bei der Sanierung und beim Neubau von Gebäuden stehen Bauherren und Gebäudebetreiber vor großen Herausforderungen, geplante Vorhaben nachhaltig und energieeffizient umzusetzen.

Die Europäische Union erlässt restriktive Energiesparvorschriften und damit neue europaweite Vorgaben für zukunftsträchtiges und umweltschonendes Bauen. Mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) werden diese in Deutschland in nationales Recht umgesetzt. Mit den Neuauflagen der EnEV 2009, 2014 und 2016 werden diese nach und nach verschärft. Mit der EU-Gebäuderichtlinie ab 2020 wird sich der Standard für zukünftiges Bauen grundlegend ändern; dann dürfen nur noch Niedrigstenergiegebäude realisiert werden: Der verbleibende, fast bei Null liegende Energieeigenbedarf sollte zu einem ganz wesentlichen Teil durch Energie aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden – einschließlich aus solchen, die Erneuerbare Energien am Gebäude, am Standort oder in der Nähe darbieten. Ein Umdenken im Umgang von (Bestands-) Gebäuden und zur Umsetzung einer energieeffizienten Bauweise ist somit unumgänglich.

Doch sind die Gebäude der Zukunft folglich nur noch Passiv-, Nullenergie- oder Plusenergiehäuser? Bedeutet dies noch mehr Dämmung – oder müssen wir zukünftig „anders“ planen? Bei Neubau und Sanierung werden wohl vermehrt Aspekte wie Baukultur, Gesundheit, Flächenverbrauch, Barrierefreiheit oder Naturgewalten berücksichtigt werden. Und es wird auch der gesamte Lebenszyklus eines Gebäudes und die Betrachtung des umfassenden Stadtquartiers eine wichtige Rolle spielen, wenn es um nachhaltiges Bauen geht.

Aktuell gibt es in Deutschland bereits zahlreiche Nachhaltigkeitsgütesiegel, wie etwa das „Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen“ (BNB) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), oder das „Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen“ der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB) für Büro- und Verwaltungsbauten, Schulen oder Industrieanlagen. Bei diesen werden nicht nur die Energieeffizienz eines Gebäudes, sondern auch soziokulturelle, funktionale und ökonomische Qualitäten eines Gebäude beurteilt. Für den Wohnungsbau stehen ebenfalls Nachhaltigkeitsgütesiegel, wie das „Qualitätssiegel Nachhaltiger Wohnungsbau“ des gleichnamigen Fördervereins oder das „Bewertungssystem Nachhaltiger Kleinwohnhausbau“ (BNK) des Bau-Instituts für Ressourceneffizientes und Nachhaltiges Bauen GmbH zur Verfügung. Diese werden im Rahmen der Baubegleitung bereits seit April 2016 durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert.

Neben baukonstruktiven, bauphysikalischen sowie energetischen Zusammenhängen werden im Rahmen des Vortrags Grundlagen und Praxisbeispiele für Passiv-, Nullenergie- oder Plusenergiehäuser (Neubau und Sanierungen) – auch aus München – aufgezeigt, ebenso wie Nachhaltigkeitsgütesiegel und Fördermöglichkeiten. In der anschließenden Publikumsdiskussion gibt es ausreichend Gelegenheit für Fragen.



Auszeichnungen

Bayerische Klima-Allianz PHINEO Wirkt Siegel http://www.un-dekade-biologische-vielfalt.de/ Umweltbildung Bayern UN_Dekade_Offizielles Projekt_2014 BNE-Auszeichnung www.landesstiftung.bayern.de

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