Veranstaltungen Ausblick

Ob Vortragsveranstaltung, Podiumsdiskussion, Exkursion, Filmvorstellung, Round-Table- oder  Kamin-Gespräch: Hier informieren wir Sie aktuell über die kommenden Veranstaltungen zu allen Themenschwerpunkten.

Freitag: 01.03.2019

14:00 Uhr

Referent: Herr Schmid, MVG München

Ort: Baustelle U-Bahnhof Sendlinger Tor

Warum organisiert die Umwelt-Akademie eine Führung durch diese Baustelle?

Die Münchner U-Bahn ist neben der S-Bahn das wichtigste Verkehrsmittel des öffentlichen Personennahverkehrs in der bayerischen Landeshauptstadt München. Seit der Eröffnung der ersten Strecke am 19. Oktober 1971 wurde ein Netz mit 103,1 km Streckenlänge errichtet. Die Münchner U-Bahn wird von der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) betrieben und ist in den Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) integriert. Im Jahr 2017 beförderte sie 410 Millionen Fahrgäste. Das U-Bahnnetz mit seinen 100 Bahnhöfen ist die wichtigste und wertvollste Einrichtung des Öffentlichen Nahverkehrs im Eigentum der Stadt. Über all die Diskussionen über neue U-Bahn-Strecken (U9) und Streckenverlängerungen (nach Pasing und Freiham, nach Englschalking und weiter nach Riem) wird gerne vergessen, dass Instandhaltung und notwendige Modernisierung der vorhandenen Linien und Bahnhöfe nach knapp 50 Jahren Betrieb ein gewaltige Aufgabe darstellt.

Die U-Bahn-Modernisierung erreicht mit der Erneuerung der U-Bahnstation Sendlinger Tor - einem der wichtigsten U-Bahnhöfe im Netz der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) - eine neue Dimension. Erstmals wird ein derart komplexer Knotenpunkt mit zwei Bahnsteigebenen und Sperrengeschoss unter laufendem Betrieb komplett saniert, modernisiert, umgestaltet, barrierefrei ausgebaut, brandschutztechnisch ertüchtigt sowie erweitert. Die Steigerung der Leistungsfähigkeit des teilweise über 45 Jahre alten Bauwerks steht bei dem Umbau im Mittelpunkt. Innerhalb von sechs Jahren soll bis 2022 ein Zukunftsbahnhof entstehen.

Die Besichtigung dieser Baustelle wird uns einen guten Eindruck von dieser neuen Dimension geben. Und die Sanierung des Bahnhofs Sendlinger Tor ist gerade mal der Beginn eines gewaltigen Sanierungsprogramms für das gesamte U-Bahnsystem, das uns über die kommenden Jahrzehnte begleiten wird.

Herr Schmid von der MVG wird uns führen. Bitte denken Sie an festes Schuhwerk sowie warme Kleidung. Um an der Führung teilnehmen zu können muss man mobil und schwindelfrei sein, da je nach Baufortschritt auch schmale Treppen in größerer Höhe bewerkstelligt werden müssen. Die Teilnehmerzahl an der Führung ist auf maximal 20 begrenzt. Daher ist eine Teilnahme nur nach vorheriger Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! unter dem Stichwort Führung Sendlinger Tor möglich.

Die Teilnahme ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

 Foto: MVG

Sonntag: 24.02.2019

10:30 Uhr

Referentin: Katrin Hartmann, Journalistin und Autorin

Ort: City Kino, Sonnenstrasse 12, 80331 München

Die Umwelt Akademie e.V. freute sich sehr über das rege Interesse an unserer ersten Veranstaltung am 17.01.2019. Scheinbar hatten wir einen Nerv getroffen mit der Filmvorführung „Die grüne Lüge“ mit anschließender Diskussion mit der Autorin und Greenwashing-Expertin Kathrin Hartmann. Leider konnten wir aufgrund von Platzmangel nicht alle Interessierten an diesem Abend aufnehmen. 

Aus diesem Grund werden wir die Veranstaltung am Sonntag, den 24.Februar 2019, um 10.30 Uhr im City Kino München wiederholen. 

Die Ticketbuchung ist ab sofort telefonisch (ab 12 Uhr) unter 089-591983 oder online hier möglich.

Die grüne Lüge: Film und Diskussion mit Kathrin Hartmann

Bio, nachhaltig und grün – viele Produkte des täglichen Lebens werden damit beworben, dass sie ökologisch verantwortbar sind. Bio-Lebensmittel, Elektroautos oder nachhaltiges Palmöl sollen helfen, die Welt zu retten. Der Film “DIE GRÜNE LÜGE“ behandelt sowohl Nachhaltigkeitsaspekte im alltäglichen Leben der Konsumenten und die damit verbundenen Herausforderungen wie auch das Greenwashing globaler Konzerne.
Gemeinsam mit dem österreichischen Filmemacher Werner Boote – insbesondere bekannt durch den Film „Plastic-Planet“ – hat Kathrin Hartmann recherchiert was sich alles hinter dem Siegel Nachhaltigkeit verbirgt. Bereits in ihrem Buch „Aus kontrolliertem Raubbau“ hat Kathrin Hartmann das Agieren großer Konzerne u.a. bei der Palmölproduktion unter die Lupe genommen und aufgezeigt, wie die Konzerne gezielte Desinformation betreiben.
Mit der Aussage von Werner Boote „Mir wird gesagt, dass ich die Welt retten kann; man muss nur die richtigen Verpackungen im Supermarkt wählen und Versprechungen zur Nachhaltigkeit glauben“ beginnt der Film. Während Boote für die naiven Fragen zuständig ist, spielt Hartmann die Aufgeklärte, die für die unerbittlichen Fragen zuständig ist. Auf diese Weise gelingt es den beiden immer wieder die Machenschaften der Public-Relation-Maschen der Konzerne zu entlarven. Außerdem werden Menschen besucht, die Widerstand gegen die Umweltzerstörung in ihrer Heimat leisten.
Eine zentrale Aussage des Films ist die direkte Kritik an einer Politik, die die Verantwortung für ökologisch und fair gehandelte Waren den Verbrauchern zuschiebt und keinerlei Schutz vor irreführender Werbung bietet. Denn das richtige Einkaufen erweist sich als große Falle, wenn die konkreten Auswirkungen bei der Rohstoffgewinnung und -verarbeitung unsichtbar gemacht werden.
Der Film von Boote und Hartmann enthält zahlreiche Informationen, die im täglichen Nachrichtenfluss nicht genannt werden und er vermittelt vor allem, wie sich die Gefahren einer Produktion unter dem grünen Image der Konzerne nicht allein in nackten Zahlen wiedergeben lassen, sondern im realen Leben von wirklichen Menschen. Ein unglaublich wichtiger Film, der viel Stoff zum Nachdenken über das eigene Konsumverhalten bietet, aber gleichzeitig auch aufzeigt, was sich politisch ändern müsste.
Zum Filmstart ist gleichzeitig auch das Buch „DIE GRÜNE LÜGE – WELTRETTUNG ALS PROFITABLES GESCHÄFTSMODELL“ von Kathrin Hartmann erschienen. Nach dem Film bietet sich Gelegenheit, mit Kathrin Hartmann über Ihre Anliegen zu diskutieren.

Herr Helmut Schmidt moderiert die Veranstaltung.

Zur Person Kathrin Hartmann:
Kathrin Hartmann (*1972 in Ulm) studierte in Frankfurt/Main Kunstgeschichte, Philosophie und Skandinavistik. Bei der Frankfurter Rundschau war sie Redakteurin für Nachrichten und Politik. Danach arbeitete sie von 2006 bis 2009 als Redakteurin bei Neon. Zwischenzeitich sind mehrere Bücher von ihr erschienen, 2009 „Ende der Märchenstunde“, ferner ein Buch über die Armut mit dem Titel „Wir müssen leider draußen bleiben“, das großes Aufsehen erregte und 2015 das Buch „Aus kontrolliertem Raubbau“ das sich mit ähnlichen Themen wie der Film befasst. Kathrin Hartmann lebt und arbeitet in München