Veranstaltungen Ausblick

Ob Vortragsveranstaltung, Podiumsdiskussion, Exkursion, Filmvorstellung, Round-Table- oder  Kamin-Gespräch: Hier informieren wir Sie aktuell über die kommenden Veranstaltungen zu allen Themenschwerpunkten.

Montag: 17.09.2019

19:00 Uhr

Referent: Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Rommel, Professor für Verfahrenstechnik an der Hochschule Augsburg, Geschäftsführer der bifa Umweltinstitut GmbH in Augsburg

Ort: noch offen

„Ressourcenschutz und Recycling – konzentrieren wir uns auf die richtigen Fragen und Stoffe?

Würden alle Menschen so leben wie die Deutsche Bevölkerung, bräuchten wir mehr als drei Erden, um den Ressourcenbedarf zu decken. Gleichzeitig lobt sich Deutschland gerne als Recyclingweltmeister. Und mit einer offiziellen Recycling-Quote von 65 % scheinen wir ja auch im Vergleich mit anderen EU-Staaten recht gut abzuschneiden.

Tatsächlich beträgt der Sekundärrohstoffeinsatz in Deutschland gerade einmal rd. 14 %. Das ist zwar verglichen mit dem Weltdurchschnitt von ca. 10 % deutlich besser, aber immer noch relativ marginal. Von einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft sind wir auch in Deutschland noch meilenweit entfernt.

In der öffentlichen Wahrnehmung scheint sich derzeit alles um das Thema Plastik zu drehen. Und in der Tat muss dringend mehr gegen die unsachgemäße Entsorgung von Plastikabfällen – insbesondere wegen der Verschmutzung der Weltmeere – unternommen werden.

Aus der Sicht des Ressourcenschutzes ist z.B. das Thema Metalle jedoch wesentlich gravierender. Denn während ein postfossiles Zeitalter durchaus vorstellbar ist, trifft dies bei Metallen definitiv nicht zu. Eine Frage ist auch, ob wir durch Recycling den gesamten Ressourcenbedarf decken können oder ob nicht noch ganz andere Strategien der Suffizienz verfolgt werden müssen. Was bedeutet in diesem Zusammenhang eigentlich echte Produktverantwortung? Auf diese und weitere Fragen wird Prof. Dr. Rommel vom bifa-Umweltinstitut in Augsburg – ein profunder Kenner der Kreislaufwirtschaft – mit Daten und Fakten sowie praktischen Beispielen in seinem Vortrag eingehen und notwendige Strategien aufzeigen.

In der anschließenden Diskussion besteht noch die Möglichkeit, einzelne Punkte weiter zu vertiefen. Die Moderation der Diskussion übernimmt Helmut Schmidt, Vorstand der DUA für den Bereich nachhaltige Lebensstile.“

 

Professor für Verfahrenstechnik an der Hochschule Augsburg

Geschäftsführer der bifa Umweltinstitut GmbH in Augsburg

 

 

 

 

 

 

Eine Veranstaltung des Münchner Forum Nachhaltigkeit

Dienstag, den 25.Juni 2019
19:00 Uhr

Referentin: Dr. Angelika Hilbeck 

Ort: münchner zukunftssalon oekom e.V., Waltherstr. 29. Rgb., 2. Stock, 80337 München, U-Bahn Goetheplatz

Moderation: Dr. Manuel Schneider (oekom e.V.)

 Weitere Informationen folgen demnächst. Vielen Dank für Ihre Geduld!

Wir würden uns freuen, Sie an diesem Abend begrüßen zu dürfen, und
wären Ihnen dankbar, wenn Sie uns über Ihr Kommen unter: Fax 09 11 / 30844-81779 oder E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! informierten.




 

Donnerstag: 16.05.2019

19:00 Uhr

Referent: Ralf Buschmann, BUND-Referent für technischen Umweltschutz

Ort: Wird noch bekannt gegeben

Nanopartikel – Eine neue Gesundheitsgefahr?

Was bedeutet "Nano"?

Der Begriff "Nano" kommt aus dem Griechischen und bedeutet Zwerg. Ein Nanometer (nm) ist ein Milliardstel eines Meters. Ein DNS-Strang ist 2,5 Nanometer, ein Proteinmolekül 5 Nanometer, ein rotes Blutkörperchen 7.000 Nanometer und ein menschliches Haar 80.000 Nanometer breit. Zum Vergleich: Ein Nanopartikel verhält sich in der Größe zu einem Fußball wie der Fußball zur Erde.

Durch die stark verkleinerte Partikelgröße kommt es bei Stoffen in Nanoform zu grundlegenden Änderungen der physikalisch-chemischen Eigenschaften. Im Vergleich zu größeren Partikeln gleicher chemischer Zusammensetzung weisen Nanoteilchen eine höhere chemische Reaktivität, eine größere biologische Aktivität und ein stärkeres katalytisches Verhalten auf. Ursache dafür ist die bei gleichbleibendem Gesamtvolumen stark vergrößerte Oberfläche von Nano-Stoffen.

Zunehmend Nanopartikel in Lebensmittel

Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ermittelte, lt. BUND, ca. 630 Anwendungen von Nanopartikeln in Lebensmitteln. Ein knappes Drittel betraf Inhalts- und Zusatzstoffe, die nirgends gekennzeichnet sind. Die Behörde schätzt die tägliche Zufuhr auf 1,28 mg/kg Körpergewicht. Die größte Menge dürfte wieder ausgeschieden werden. Die Nanopartikel können anscheinend jedoch auch von der Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Ernährungsphysiologisch ist es keinesfalls nötig, Lebensmittel mit synthetischen Nanopartikel zu versetzen.

Häufig verwendet wird aber z.B. das Silziumdioxid (SiO2), welches als Zusatzstoff E551 (in Suppen, Gewürzen, Instant-Kaffee) eingesetzt wird um das Verklumpen zu verhindern. Auch Titandioxid TiO2 (E171) ist ein beliebter Zusatzstoff, weil er besonders Weiß ist und damit selbst als Farbstoff oder als Untergrund für andere Farben zu einem strahlenden Äußeren insbesondere bei Süßigkeiten beiträgt. Untersuchungen an verschiedenen Lebensmitteln durch den BUND und eine französische Umweltorganisation zeigten, dass sich für beide Zusatzstoffe relevante Anteile an Nanopartikeln nachweisen lassen, die jedoch trotz gesetzlicher Vorgaben nicht als solche gekennzeichnet sind.

Risiken häufig eingesetzter Nanomaterialien

Die gleichen veränderten Eigenschaften, die Stoffe in Nanogröße so interessant für Forschung und Entwicklung machen, könnten auch neue Gefahren für Gesundheit und Umwelt mit sich bringen. Bisher hinkt die Erforschung der Risiken und Nebenwirkungen der Vermarktung von Nano-Produkten jedoch noch stark hinterher. 

Verschiedene Studien haben zwischenzeitlich die Begünstigung oder Ausbildung von Entzündungsreaktionen im Magen-Darm Trakt mit der Einwirkung von Siliziumdioxid und Titandioxid Nanopartikeln in Verbindung gebracht. Außerdem wurde Titandioxid als „wahrscheinlich krebserzeugend beim Einatmen“ eingestuft, insbesondere wenn Nanopartikel als Pulver eingeatmet werden und in die Lunge gelangen.

Vortrag und Diskussion

Den aktuellen Wissensstand wird uns der BUND-Referent für technischen Umweltschutz, Rolf Buschmann präsentieren. Anschließend werden wir diskutieren, welche politischen Forderungen sich daraus ergeben.

Die Teilnahme ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

 

Dr. Rolf Buschmann 

geb. 1962, studierte Chemie an der Universität zu Köln.
Nach einer Zusatzqualifikation zum Umweltschutzexperten Europa, war er über 10 Jahre für das KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung in Köln mit den Arbeitsschwerpunkten Chemie, Toxikologie und Produktbewertung tätig.
Von 2004 bis 2013 war er Referent für Umwelt- und Gesundheitsschutz der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen mit Zuständigkeit für Chemikalienpolitik und Produktsicherheit. Schwerpunktthemen waren z.B. Innenraumluftqualität, Elektromagnetische Felder und Nanotechnologien.

Seit 2013 ist er beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland als Referent für technischen Umweltschutz für die Themenbereiche Abfall & Rohstoffe, Ressourcenschutz, Nanotechnologien und Immissionsschutz zuständig.

Kontakt 
Dr. Rolf Buschmann Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
Am Köllnischen Park 1 10179 Berlin, Germany Tel.: +49 (30) 27586-482 Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!