Veranstaltungen Ausblick

Ob Vortragsveranstaltung, Podiumsdiskussion, Exkursion, Filmvorstellung, Round-Table- oder  Kamin-Gespräch: Hier informieren wir Sie aktuell über die kommenden Veranstaltungen zu allen Themenschwerpunkten.

Online-Vortrag und Chat-Diskussion

Bayerisches Klimaschutz-Gesetz:

Noch viel zu viele Unverbindlichkeiten!

am Dienstag, 09.02.2021, 19:00 Uhr

mit Richard Mergner,
Landesvorsitzender, BUND Naturschutz in Bayern e.V.

Grundsätzlich löblich und auch mehr als erforderlich: Ein Klimaschutz-Gesetz für Bayern. Aber dann bitte ein wirkungsvolles und kein weichgespültes Placebo!
Ein hoffnungsvolles Zeichen: Am 07. Oktober 2020 beschloss das Europäische Parlament, das EU-weite Klimaschutzziel von bisher 40% CO2-Reduktion (gegenüber 1990) bis 2030 auf -60% anzuheben! Das hatte kaum jemand für möglich gehalten. Das soll nun Gesetz für alle EU-Staaten werden, auch für Deutschland und damit auch Bayern!
Doch Bayern muss jetzt kräftig nachziehen: Wir brauchen ein Bayerisches Klimaschutzgesetz, das seinen Namen verdient! Das bisher im aktuellen Gesetzesvorschlag unverbindlich formulierte Ziel, 55 Prozent der Treibhausgase bis 2030 im Vergleich zum Jahr 1990 einzusparen, reicht bei weitem nicht aus, um die Erderwärmung auf bis +1,5° C gegenüber vorindustrieller Zeit (Paris, 2015) zu begrenzen. Legt man die aktuellsten wissenschaftlichen Daten des „Weltklimarat“, des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) der Vereinten Nationen, zu Grunde, stehen Bayern insgesamt nur noch 0,7 Milliarden Tonnen Treibhausgase zum Ausstoß zur Verfügung. Dies erfordert eine Reduktion der Treibhausgase um mehr als 67% von jetzt bis 2030 und dann Null Emissionen ab 2040!
Wir können uns im wahrsten Sinne des Wortes keine zweite Krise leisten, die milliardenschweren Maßnahmen zur Abmilderung der Corona-Krise müssen gleichzeitig ein kräftiges „Konjunkturprogramm Nachhaltigkeit“ mit einem Schwerpunkt auf Klimaschutz auch für und in Bayern werden. Insbesondere in den Bereichen der Energieeffizienz, des naturverträglichen, dezentralen Ausbaus der erneuerbaren Energien, der Regionalisierung von Lebensmittelerzeugung und -verarbeitung, einer neuen Mobilitätspolitik mit besserem öffentlichem Personennahverkehr und grüner Infrastruktur auch in den Städten – so ein neuer klimafreundlicher Aufbruch ist erforderlich und mit dem Einsatz von Steuergeldern auch möglich! Das muss sich – nicht nur mit nachgebesserten Zielen – in konkreten und verbindlichen Maßnahmen im Bayerischen Klimaschutz-Gesetz wiederfinden!

Wer? Richard Mergner, Landesvorsitzender, BUND Naturschutz in Bayern e.V.

Wann? Dienstag, 09.02.2021, 19:00 - 20:30 Uhr

Wo? Online: Anmeldung und Anmeldebestätigung erforderlich unter: https://bn-muenchen.de/events/bayerisches-klimaschutz-gesetz/


Zum Weiterlesen:

Bayerisches Klimaschutz-Gesetz, Fassung 19.11.2019: https://www.stmuv.bayern.de/themen/klimaschutz/klimaschutzgesetz/doc/bayerisches_klimaschutzgesetz.pdf

Schwerpunktpolitik Klimaschutz, Staatsregierung Bayern: https://www.stmuv.bayern.de/themen/klimaschutz/klimaschutzgesetz/kurzfassung.htm

BUND: https://www.bund-naturschutz.de/pressemitteilungen/bayerisches-klimaschutzgesetz-im-landtag-bund-naturschutz-fordert-wirksames-klimaschutzgesetz-statt.html

Medienecho: https://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Gruene-und-SPD-sind-schockiert-vom-bayerischen-Klimaschutzgesetz-id58349031.html

 

Eine Veranstaltung des BUND Naturschutz in Bayern e.V. in Kooperation mit:

 

Diese Veranstaltung ist Teil des Münchner Klimaherbst 2020/2021

 

 

28.01.2021, 19:00 - 20:30 Uhr: Online-Vortrag und Chat-Diskussion:
JA zum Windkraft-Ausbau - Aber naturverträglich und in Bürgerhand!

Caroline Gebauer
BUND Umwelt und Naturschutz e.V., Berlin
Leiterin Energie- und nationale Klimapolitik

Um die Folgen der Klimakrise einzudämmen und die biologische Vielfalt zu bewahren, ist der
schnellstmögliche Ausstieg aus fossilen Energien für Wärme, Strom und Mobilität unabdingbar.
Dazu ist für die künftige Energieversorgung der ökologisch verträgliche Ausbau der Erneuerbaren
Energien von zentraler Bedeutung – aber gleichzeitig eben auch die deutliche Reduzierung der CO2-
emittierenden Energieformen; was bei allen Erfolgen bei den Erneuerbaren der letzten Jahre
sträflich vernachlässigt wurde: Auch im Stromsektor sind trotz >53% Erneuerbare (1. HJ 2020) die
CO2-Emissionen nicht signifikant gesunken, u.a. weil Kapazitäten der Kohleverbrennung nicht
gesenkt wurden....

Gleichbleibende (!) Stromnachfrage unterstellt, strebt die Bundesregierung einen erneuerbaren
Stromanteil von 65% bis 2030 an. Schon dazu ist u.a. die Verdopplung (!) der Zahl der Windräder
onshore erforderlich, sagt das Umwelt-Bundesamt. Aber auch in Bayern herrscht Flaute: Durch
10H sind >90% der in Frage kommenden Flächen versperrt, 2020 wurden gerade noch drei Anlagen
neu errichtet. Und Bundesregierung und Bundesländer streiten, ob der Abstand
Windrad_Wohnbebauung nun „10H“, „1H“ oder vielleicht doch „gar kein H“ sein solle…, aus
Gründen der „Belastung von besorgten Bürgern“.

Faktisch werden jedoch 2/3 aller Klagen gegen Genehmigungen neuer Windanlagen nicht mit
Beeinträchtigung von Menschen, sondern mit Arten- und Naturschutz begründet – und sind damit
vielfach erfolgreich. Die Diskussion um den Windenergieausbau darf jedoch nicht auf Vögel und
Fledermäuse verkürzt werden, es gibt gewichtige Herausforderungen, die konsequent angegangen
werden müssen: Unzureichende Regionalplanung und fehlendes Personal in den
Vollzugsbehörden, kaum nachvollziehbare Restriktionen zur Flugsicherung oder das EEGAusschreibungsdesign,
fehlende Akteursvielfalt, zu geringe Mitbestimmung von Kommunen und
Anwohner*Innen, keine interessanten Bürgerbeteiligungsmodelle...

Wie der künftige Ausbau der Windenergie onshore verbessert werden kann und welche Ideen
insbesondere zur Stärkung der „Bürgerenergie vor Ort“ existieren, möchten wir gerne mit Ihnen
diskutieren.

Wer? Caroline Gebauer
Leiterin Energie- und nationale Klimapolitik
BUND Umwelt und Naturschutz e.V., Berlin

Wann? Donnerstag, 28.01.2021, 19:00 - 20:30 Uhr

Wo? nur per Online: Anmeldung erforderlich.

Zum Weiterlesen:
https://www.bund.net/ und https://bn-muenchen.de/
und insbesondere die Stellungnahme der Umweltverbände zum Ausbau der Windkraft:
https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/umweltorganisationen-fordernbeschleunigten-naturvertraeglichen-ausbau-der-windenergie

Eine Veranstaltung des BUND Naturschutz in Bayern e.V. in Kooperation mit:

Diese Veranstaltung ist Teil des Münchner Klimaherbst 2020/2021

Ganztägige Exkursion zwischen Ammersee und Andechs

Was bedeutet Nachhaltigkeit überhaupt? Warum ist eine nachhaltige Entwicklung für uns alle nicht nur Notwendigkeit, sondern auch Bereicherung? Dies wollen wir außerhalb geschlossener Räume gemeinsam in der Natur verstehen, erleben und diskutieren. Gemeinsam erkunden wir die Ökologie des Ammersees, lernen wichtige Baumarten, Sträucher und Kräuter unserer Heimat kennen, beobachten Tiere, wenn sie entdeckt werden wollen, sehen uns Fließgewässer an, erleben, wie die Gletscher der letzten Kaltzeit unsere Landschaft geformt haben und diskutieren von der Menschwerdung bis zum Anthropozän, wie der Mensch mit und von der Natur lebt, wie er sie gestaltet und wo unsere Reise hingeht. 

Wir lernen dabei nicht nur vom Exkursionsleiter, sondern auch voneinander. Die Wanderung ist für jeden machbar. Der Weg weist kaum Steigungen auf und wir lassen uns dabei Zeit, um immer wieder inne zu halten und die Natur um uns herum zu erleben. Am Kloster Andechs angekommen, können wir uns nachmittags in der Klosterschenke stärken, bevor wir uns in einem Rundweg auf den Rückweg machen.

Exkursionsleiter: Dr. Alexis Katechakis, Biologe, Nachhaltigkeitsexperte, Jäger, Imker und Falkner

Zielgruppe: Unternehmensvertreter*innen jeglicher Couleur und andere interessierte Menschen
Maximal 12 Teilnehmende ab 14 Jahre (für jüngere Menschen bieten wir einen eigenen Ausflug an). Die Gruppe ist bewusst klein gehalten, damit wir gut miteinander diskutieren können und genügend Zeit ist, auf alle Themen und Fragen einzugehen.

Achtung: Aufgrund der Corona-Pandemie ist die maximale Teilnehmerzahl bis auf Weiteres auf 5 beschränkt, um Abstände einhalten zu können.

Treffpunkt: S-Bahnhof Herrsching am Ammersee am Gleisende

Termine: 9.4.2021; 28.5.2021; 20.8.2021; 8.10. 2021 jeweils 10:00 bis ca. 18:00 Uhr

Anmeldung & Preis: Unser Anmeldeprinzip: First-come, first-served. Anmeldungen sind bis spätestens 2 Wochen vor den gewünschten Terminen an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich. Die Exkursion ist für alle Teilnehmer kostenlos.

Ihre Ansprechpartnerin:
Inka Dollinger
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
+49 (0)89 20 20 56-63

Veranstaltungshinweis: Bitte beachten Sie, dass die Teilnahme an der Exkursion auf eigene Gefahr stattfindet. Eine Haftung des Veranstalters, Exkursionsleiters und des Grundeigentümers wird ausgeschlossen.


Into the Wild ist Teil der Aktion BayernTourNatur des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz.

 

Aufgrund der räumlichen Trennung ist der Zugang zur landwirtschaftlichen Erzeugung von Lebensmitteln für Kinder – v.a. aus innerstädtischen Vierteln und sozio-ökonomisch benachteiligten Familien – erschwert. Gleichzeitig ist wissenschaftlich belegt, dass im Kindesalter entstandene emotionale Beziehungen zur Natur die wichtigste Grundlage für ein späteres ökologisch-bewusstes Denken und Handeln sind.

Das von der Margarete-Ammon-Stiftung finanziell geförderte Projekt „Kinder entdecken die ökologische Landwirtschaft“ vermittelt deshalb Münchner Schüler*innen im Grundschulalter außerschulisch und fächerübergreifend Wissen über ökologischen Landbau und Natur. Es zeigt Zusammenhänge auf, sensibilisiert für Biodiversität in der Landwirtschaft und schafft Einblicke in eine vielfältige Kulturlandschaft.

Die umweltpädagogisch begleiteten Exkursionen führen in den Gemüsegarten und auf die Naturschutzflächen des stadtnahen Ökobetriebs Gut Sonnenhausen sowie auf die Weiden des ökologischen Betriebs Gut Herrmannsdorf. Die ansprechbaren Lernfelder umfassen Freilandgeflügel und -schweine, Schafe, Imkerei, Gemüsebau, Beerenanbau sowie Heilpflanzen.

 

Über das Thema Ernährung wird zum einen Wissen (z.B.: über Boden, Symbiosen, Biodiversität, Fruchtfolgen) vor Ort nachvollziehbar, altersgerecht und lebensweltnah vermittelt. Zum anderen wird der Praxis viel Raum gegeben. Die Kinder können selbst mit Anpacken, Natur erleben, emotionale Erfahrungen machen und mit allen Sinnen wahrnehmen. Sie bereiten die selbst geernteten Lebensmittel unter Anleitung zu und genießen sie gemeinsam, um ökologische Landwirtschaft vom Acker bis zum Teller im wörtlichen Sinne „zu begreifen“.

Die eintägigen Exkursionen wenden sich an Kleingruppen und Schulklassen. Jeder Gruppe wird im jahreszeitlichen Verlauf die Teilnahme an zwei Exkursionen (Sommer und Herbst) angeboten.

 

Exkursion "Sommer"

Die Sommer-Exkursion führt in den Gemüse- und Kräutergarten des Guts Sonnenhausen. Am Vormittag erforschen die Kinder die Vielfalt des ökologischen Nutzgartens. Gemeinsam geerntete Kräuter und selbst zubereitete Kräuterbutter werden als Pausen-Snack gereicht und machen den Zusammenhang zwischen Anbau und Ernährung direkt erlebbar. Im Anschluss geht es um Vielfalt und Bedeutung von Bodenlebewesen, wobei Wissen über den Bodenkreislauf vermittelt wird. Eine Wanderung durch unterschiedliche Natur- und Nutzräume führt dann nach Gut Herrmannsdorf, dem Ort, der bei der Herbst-Exkursion im Mittelpunkt steht.

Exkursion "Herbst"

Die Herbst-Exkursion fokussiert inhaltlich auf ökologische Tierhaltung und lokale Lebensmittelerzeugung und sieht eine Führung über das Gut Herrmannsdorf vor. Die Kinder lernen, Grundlagen landwirtschaftlicher Produktionsprozesse und nachhaltiger Lebensmittelerzeugung zu verstehen und sie erleben den Zusammenhang zwischen Tierhaltung und tierischen Produkten – wobei auch ein medienkritischer Blick auf in der Werbung verbreitete Bilder geworfen werden soll. Die Exkursion führt dann zurück nach Gut Sonnenhausen, dessen Gemüse- und Kräutergarten die Kinder im Rahmen der Sommer-Exkursion kennenlernen konnten.

 

Die Exkursionen finden unter Einhaltung der zum jeweiligen Zeitpunkt in Bayern geltenden Maßnahmen und Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie statt.

 

Das Projekt wird durch die Margarete-Ammon-Stiftung gefördert.