Veranstaltungen Ausblick

Ob Vortragsveranstaltung, Podiumsdiskussion, Exkursion, Filmvorstellung, Round-Table- oder  Kamin-Gespräch: Hier informieren wir Sie aktuell über die kommenden Veranstaltungen zu allen Themenschwerpunkten.

Online-Veranstaltung und Chat-Diskussion am 15.04.2021 um 19:00 Uhr

Referent: Michael Reckordt, PowerShift, Berlin

Ohne sie geht in unserem Alltag gar nichts, Metalle. Kein Strom, keine Kommunikation, keine Mobilität, kein Wohnen ohne die verschiedenen metallischen und mineralischen Rohstoffe wie Eisen, Bauxit, Kupfer, Nickel oder Kobalt. Gleichzeitig steht der Abbau von metallischen Rohstoffen regelmäßig wegen Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung in der Kritik. Menschen werden vertrieben, Kritiker*innen bedroht oder gar ermordet, Kinderarbeit in Minen, Wasser vergiftet und Wälder abgeholzt. Regelmäßig decken Journalist*innen und Zivilgesellschaft Verbindungen von der Mine bis zum Endprodukt auf. Am Ende landen die Rohstoffe in deutschen Autos, Elektronik- oder Chemieprodukten. In den letzten Jahren hat es auf gesetzgeberischer Ebene viele erste, ermutigende Schritte gegeben. Von der Konfliktmineralien-Verordnung der EU bis zur Diskussion um ein deutsches Lieferkettengesetz.

Die LH München ist Erstunterzeichnerin für ein starkes Lieferkettengesetz. Am 10.02.2021 hat Oberbürgermeister Dieter Reiter für die LH München die kommunale Resolution für ein starkes Lieferkettengesetz unterzeichnet. Die unterzeichnenden Kommunen „fordern einen gesetzlich verbindlichen Rahmen, der Unternehmen dazu verpflichtet, Risiken zur Verletzung von international anerkannten Menschen-, Arbeits- und Umweltrechten entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette zu analysieren, diesen vorzubeugen und transparent darüber zu berichten. …. Ein wirksames Lieferkettengesetz muss beispielsweise ermöglichen, dass Unternehmen von der öffentlichen Vergabe ausgeschlossen werden, wenn nachweislich Sorgfaltspflichten verletzt wurden oder ein Sorgfaltsplan nicht oder nur unvollständig vorliegt. Damit kann gerade auf lokaler Ebene ein Beitrag zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele geleistet werden“.
s. Rathaus-Umschau vom 10.02.2021

Diese Diskussionen aufgreifend, präsentiert Michael Reckordt von PowerShift die Idee einer Rohstoffwende, von der Notwendigkeit über Ideen aus dem globalen Süden bis hin zu ersten, konkreten Schritten hier.

 
Michael Reckordt arbeitet seit Mai 2013 bei PowerShift und ist Referent für Rohstoffpolitik. Der Diplom-Geograph ist ehemaliger Geschäftsführer des Philippinenbüros (2009 bis 2013) und Koordinator des Netzwerks AK Rohstoffe (2013 bis 2020). Sein Fokus liegt auf der deutschen Rohstoffpolitik und den Abbaubedingungen von metallischen Rohstoffen weltweit. Besonders wichtig ist ihm die dringend notwendige Rohstoffwende voran zu treiben.

 

Anmeldung zur Veranstaltung:

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Im Infoblatt finden Sie weitere Informationen zur Nutzung von Zoom.

 

Veranstaltung der Umwelt-Akademie in Kooperation mit dem Nord Süd Forum München

 

 

Ganztägige Exkursion zwischen Ammersee und Andechs

Was bedeutet Nachhaltigkeit überhaupt? Warum ist eine nachhaltige Entwicklung für uns alle nicht nur Notwendigkeit, sondern auch Bereicherung? Dies wollen wir außerhalb geschlossener Räume gemeinsam in der Natur verstehen, erleben und diskutieren. Gemeinsam erkunden wir die Ökologie des Ammersees, lernen wichtige Baumarten, Sträucher und Kräuter unserer Heimat kennen, beobachten Tiere, wenn sie entdeckt werden wollen, sehen uns Fließgewässer an, erleben, wie die Gletscher der letzten Kaltzeit unsere Landschaft geformt haben und diskutieren von der Menschwerdung bis zum Anthropozän, wie der Mensch mit und von der Natur lebt, wie er sie gestaltet und wo unsere Reise hingeht. 

Wir lernen dabei nicht nur vom Exkursionsleiter, sondern auch voneinander. Die Wanderung ist für jeden machbar. Der Weg weist kaum Steigungen auf und wir lassen uns dabei Zeit, um immer wieder inne zu halten und die Natur um uns herum zu erleben. Am Kloster Andechs angekommen, können wir uns nachmittags in der Klosterschenke stärken, bevor wir uns in einem Rundweg auf den Rückweg machen.

Exkursionsleiter: Dr. Alexis Katechakis, Biologe, Nachhaltigkeitsexperte, Jäger, Imker und Falkner

Zielgruppe: Unternehmensvertreter*innen jeglicher Couleur und andere interessierte Menschen
Maximal 12 Teilnehmende ab 14 Jahre (für jüngere Menschen bieten wir einen eigenen Ausflug an). Die Gruppe ist bewusst klein gehalten, damit wir gut miteinander diskutieren können und genügend Zeit ist, auf alle Themen und Fragen einzugehen.

Achtung: Aufgrund der Corona-Pandemie ist die maximale Teilnehmerzahl bis auf Weiteres auf 5 beschränkt, um Abstände einhalten zu können.

Treffpunkt: S-Bahnhof Herrsching am Ammersee am Gleisende

Termine: 9.4.2021; 28.5.2021; 20.8.2021; 8.10. 2021 jeweils 10:00 bis ca. 18:00 Uhr

Anmeldung & Preis: Unser Anmeldeprinzip: First-come, first-served. Anmeldungen sind bis spätestens 2 Wochen vor den gewünschten Terminen an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich. Die Exkursion ist für alle Teilnehmer kostenlos.

Ihre Ansprechpartnerin:
Inka Dollinger
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
+49 (0)89 20 20 56-63

Veranstaltungshinweis: Bitte beachten Sie, dass die Teilnahme an der Exkursion auf eigene Gefahr stattfindet. Eine Haftung des Veranstalters, Exkursionsleiters und des Grundeigentümers wird ausgeschlossen.


Into the Wild ist Teil der Aktion BayernTourNatur des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz.

 

Aufgrund der räumlichen Trennung ist der Zugang zur landwirtschaftlichen Erzeugung von Lebensmitteln für Kinder – v.a. aus innerstädtischen Vierteln und sozio-ökonomisch benachteiligten Familien – erschwert. Gleichzeitig ist wissenschaftlich belegt, dass im Kindesalter entstandene emotionale Beziehungen zur Natur die wichtigste Grundlage für ein späteres ökologisch-bewusstes Denken und Handeln sind.

Das von der Margarete-Ammon-Stiftung finanziell geförderte Projekt „Kinder entdecken die ökologische Landwirtschaft“ vermittelt deshalb Münchner Schüler*innen im Grundschulalter außerschulisch und fächerübergreifend Wissen über ökologischen Landbau und Natur. Es zeigt Zusammenhänge auf, sensibilisiert für Biodiversität in der Landwirtschaft und schafft Einblicke in eine vielfältige Kulturlandschaft.

Die umweltpädagogisch begleiteten Exkursionen führen in den Gemüsegarten und auf die Naturschutzflächen des stadtnahen Ökobetriebs Gut Sonnenhausen sowie auf die Weiden des ökologischen Betriebs Gut Herrmannsdorf. Die ansprechbaren Lernfelder umfassen Freilandgeflügel und -schweine, Schafe, Imkerei, Gemüsebau, Beerenanbau sowie Heilpflanzen.

 

Über das Thema Ernährung wird zum einen Wissen (z.B.: über Boden, Symbiosen, Biodiversität, Fruchtfolgen) vor Ort nachvollziehbar, altersgerecht und lebensweltnah vermittelt. Zum anderen wird der Praxis viel Raum gegeben. Die Kinder können selbst mit Anpacken, Natur erleben, emotionale Erfahrungen machen und mit allen Sinnen wahrnehmen. Sie bereiten die selbst geernteten Lebensmittel unter Anleitung zu und genießen sie gemeinsam, um ökologische Landwirtschaft vom Acker bis zum Teller im wörtlichen Sinne „zu begreifen“.

Die eintägigen Exkursionen wenden sich an Kleingruppen und Schulklassen. Jeder Gruppe wird im jahreszeitlichen Verlauf die Teilnahme an zwei Exkursionen (Sommer und Herbst) angeboten.

 

Exkursion "Sommer"

Die Sommer-Exkursion führt in den Gemüse- und Kräutergarten des Guts Sonnenhausen. Am Vormittag erforschen die Kinder die Vielfalt des ökologischen Nutzgartens. Gemeinsam geerntete Kräuter und selbst zubereitete Kräuterbutter werden als Pausen-Snack gereicht und machen den Zusammenhang zwischen Anbau und Ernährung direkt erlebbar. Im Anschluss geht es um Vielfalt und Bedeutung von Bodenlebewesen, wobei Wissen über den Bodenkreislauf vermittelt wird. Eine Wanderung durch unterschiedliche Natur- und Nutzräume führt dann nach Gut Herrmannsdorf, dem Ort, der bei der Herbst-Exkursion im Mittelpunkt steht.

Exkursion "Herbst"

Die Herbst-Exkursion fokussiert inhaltlich auf ökologische Tierhaltung und lokale Lebensmittelerzeugung und sieht eine Führung über das Gut Herrmannsdorf vor. Die Kinder lernen, Grundlagen landwirtschaftlicher Produktionsprozesse und nachhaltiger Lebensmittelerzeugung zu verstehen und sie erleben den Zusammenhang zwischen Tierhaltung und tierischen Produkten – wobei auch ein medienkritischer Blick auf in der Werbung verbreitete Bilder geworfen werden soll. Die Exkursion führt dann zurück nach Gut Sonnenhausen, dessen Gemüse- und Kräutergarten die Kinder im Rahmen der Sommer-Exkursion kennenlernen konnten.

 

Die Exkursionen finden unter Einhaltung der zum jeweiligen Zeitpunkt in Bayern geltenden Maßnahmen und Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie statt.

 

Das Projekt wird durch die Margarete-Ammon-Stiftung gefördert.