Veranstaltungsreihe: Mutbürger für Energiewende!

27. September 2018
19:00 Uhr
Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft München e.V. (IBZ), Amalienstr. 38, U3/U6 Haltestelle „Universität“

Referent: Prof. Dr. Michael Meyen, LMU, Institut Kommunkationswissenschaften und Medienforschung

Frank Schirrmacher wusste es schon 2012. Nehmen wir an, der Ökozid sei heute bereits eingetreten, sagte der FAZ-Herausgeber damals in einem Interview, "dann würde es die Tagesschau morgen schon als Normalität behandeln."
Egal ob Nachrichten im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, führende Tageszeitungen, talkshows oder Online-Angebote: Journalisten machen das, was Reichweite maximiert. Sie vereinfachen, sie übertreiben, sie spitzen zu. Egal ob fake-news oder nicht, sie greifen „Knallendes“ auf, sie erzählen uns Geschichten und sie verdichten komplexe Themen auf Konflikte zwischen zwei oder drei Spitzenleuten. Breaking News: Das ist die Währung, um die im „System Massenmedien“ gespielt wird.
Der Klimawandel passt nicht in diese Muster der Realitätskonstruktion. Der Vortrag zeigt, wie sich die Medienrealität in Deutschland in den letzten 30 Jahren verändert hat, wie das Thema Klimawandel dort behandelt wird und was man tun müsste, um dies zu ändern.

Quelle

Zum Weiterlesen finden Sie hier zu „MEDIENREALITÄT – Ein Blog des Forschungs- und Lehrbereichs von Michael Meyen (LMU München)“, in dem Lehrende und Studierende ihre Arbeiten und Stellungnahmen veröffentlichen: https://medienblog.hypotheses.org/1572

Einladung  zur  politischen  Podiumsdiskussion  von  Die Umwelt-Akademie e.V.  und Netzwerk Klimaherbst e.V. in Kooperation mit 

Donnerstag, 18. Oktober 2018
19:00 Uhr

Podiumsdiskussionsgäste: Die umweltpolitischen Sprecher der Parteien im Münchner Stadtrat: Sebastian Schall, CSU; Jens Röver, SPD; Sabine Krieger, GRÜNE; Tobias Ruff, ÖDP

Einstein 28-Bildungszentrum, Einsteinstr. 28, 81675 München (U4/U5, Trambahn 15/19/25/37 Station Max-Weber-Platz)

Mit dem bei der Klimaschutzkonferenz Ende 2015 in Paris beschlossenen Klima-Abkommen bekennt sich die Weltgemeinschaft völkerrechtlich verbindlich zum Ziel, die Erderwärmung auf unter 2 Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten zu reduzieren; sie will Anstrengungen unternehmen, die globale Erwärmung gar auf <1,5 Grad zu begrenzen.


Mit dem Titel „Klimaschutzziele und -strategie München 2050“ hat der Stadtrat im Mai 2015 beim Öko-Institut (Freiburg) ein Fachgutachten beauftragt, mit dem der IST-Zustand des Klimaschutzes in München im Verhältnis zu den bislang gesetzten Klimazielen 2030 ermittelt sowie konkrete Vorschläge für neue Klimaziele und -schutzmaßnahmen bis 2050 erarbeitet werden sollten. Im September 2017 beschloss der Stadtrat dann auf Basis des ÖkoInstitut-Gutachtens Münchens Klimaneutralität bis 2050: Von 10,9 Tonnen CO2 pro Person und Jahr (Durchschnitt Deutschland 2017) soll die CO2-Emission pro Kopf und Jahr bis 2050 auf rd. 0,3 t CO2 abgesenkt werden: In Anlehnung an die Klimaziele für Deutschland soll also eine Reduzierung um >95% erreicht werden. https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Gesundheit-und-Umwelt/Klimaschutz_und_Energie/Klimaneutralitaet.html


Die umweltpolitischen Sprecher*innen im Münchner Rathaus sind auch im „Klimaherbst 2018“ wieder eingeladen, mit uns zu diskutieren, wie und mit welchen Maßnahmen diese ehrgeizigen Ziele umgesetzt werden sollen – und was seit Beschlussfassung 2017 konkret auf den Weg gebracht und erreicht wurde.


Dabei startet die Podiumsdiskussion mit Fragen von vier fachkundigen „Mentor*innen“ aus der Zivilgesellschaft zu folgenden thematischen Schwerpunkten:
• Bauen, Wohnen, Wärme (Erwin Knapek)
• Energien aus erneuerbaren Quellen in München (Dr. Andreas Horn)
• Strom aus Bürgerhand (Katharina Habersbrunner)
• Energie und Mobilität (Sylvia Hladky)


Anschließend folgen Fragen aus Publikum und Diskussion mit dem Publikum.


Hinweis: Die politische Podiumsdiskussion steht im fachlichen Zusammenhang mit der Veranstaltung von Die Umwelt-Akademie e.V. am 29.10.18, 19:00h, GLS Bank, Bruderstraße 5A, 80538 München (ÖPNV "Lehel"),"Vor Katowice: Wie steht's um die Klimapolitik?"
Referent: Prof. Dr. Andreas Löschel, Universität Münster, Lehrstuhl für Mikroökonomik, Energie- und
Ressourcenökonomik. (Anmerkung: Die COP 24 , die nächste UN-Klimakonferenz, findet vom 3. bis 14. Dezember 2018 in Katowice (Polen)statt).

 

im Rahmen des 12. Münchner Klimaherbst

Donnerstag, 25. Oktober 2018
19:00 Uhr
Münchner Zukunftssalon, Waltherstr. 29, Rückgebäude, 2. Stock, (ÖPNV „Goetheplatz“)

Referent: Prof. Dr. Andreas Knie; TU Berlin, LS Soziologie; Leiter Forschungsgruppe Wissenschaftspolitik im Wissenschaftszentrum Berlin (WZB)

Weitere Informationen folgen in Kürze. Danke für Ihre Geduld!

 

im Rahmen des 12. Münchner Klimaherbst 

Montag, 29. Oktober 2018
19:00 Uhr
GLS Bank, Bruderstraße 5A, 80538 München (ÖPNV "Lehel")

Referent: Prof. Dr. Andreas Löschel; Lehrstuhl für Mikroökonomik insbes. Energie- und Ressourcenökonomik an der Universität Münster; Leiter der Energie-Expertenkommission der Bundesregierung

Es ist ja nicht so, dass man es nicht gewusst hätte:
„Industrieländer bereiten Kohleausstieg vor“ (SZ 09.11.2017): 2006 plante die Britische Regierung noch den Bau neuer Kohlekraftwerke, 2008 erfolgte mit dem „Klimawandelgesetz“ die Umkehr, 2012 die Einführung eines CO2-Mindestpreises (18 Brit. Pfund/t CO2), Herbst 2017 dann das „Aus“ für die Kohle bis 2025. Ähnlich Kanada: Kohleausstieg bis 2029, CO2-Preis 50 Kanad. Dollar bis 2022. 19 westliche Länder wollen aus der Kohle aussteigen, darunter neben C und GB auch Neuseeland, Österreich, Frankreich, Niederlande, Dänemark, Finnland, Schweden, Portugal; bis spätestens 2030.
Und Deutschland?

„Klima: Selbst der vermeintliche Vorreiter Deutschland verfehlt sein Klimaschutzziel. Die Atmosphäre bleibt Abgas-Deponie“ (DIE ZEIT, 14.09.2017): „Heute wird hierzulande mehr dreckige Braunkohle gefördert als in jedem anderen Land der Welt. Sogar mehr als in China!“
„Deutschland verfehlt Klimaschutzziele!“ (AEE 16.12.2017, auf Basis eines Experten-Gutachtens, u.a. mit Prof. Löschel): „Deutschland wird sein Klimaschutzziel, im Jahr 2020 die Treibhausgasemissionen um 40% gegenüber 1990 zu reduzieren, verfehlen“.

In den Sondierungsgespräch zu einer neuen Großen Koalition wird klar: „Klimaschutzziel erscheint kaum noch erreichbar“ (SZ 09.01.2018)
„Vom Musterschüler zum schlechten Vorbild“ (SZ 16.01.2018): „Selbst wenn die künftige Regierung es schafft, die „Handlungslücke“ zu schließen, könnte das Geschluder anderen Staaten als Ausrede dienen“. Und „Wo geht’s hin? Die deutsche Wirtschaft will endlich Klarheit!“
Und „Der letzte Kredit: Auf der nächsten Klimakonferenz zeigt sich, ob Deutschland weltweit Vorreiter bleibt“ (DIE ZEIT, 18.01.2018).

Jenseits der Frage, ob Deutschland in Sachen „Klimaschutz“ jemals – nicht nur wortreicher, sondern tatsächlicher – „Vorreiter“ in Sachen Klimaschutz war: Genau das wollen wir wissen: Wie stellt sich die Bundesregierung auf zu den kommenden Internationalen Klimaschutzverhandlungen in Katowice, Polen, Anfang Dezember 2018? Näheres dazu finden Sie hier


Quelle Foto 

Das wollen wir von jemandem wissen, der es wissen muss: Andreas Löschel ist u.a. „oberster Energie-Experte der Bundesregierung“ – sagt zumindest DIE ZEIT (18.01.2018). Deshalb haben wir ihn eingeladen, um zu hören und mit ihm kräftig zu diskutieren, wie es um den internationalen Klimaschutz und die Erfüllung der Pariser Klimaziele steht, welche Klimaziele die Bundesregierung anstrebt, was sie außer der Einberufung einer Kommission (u.a. mit dem Bundes-Innenminister (?!)) konkret zu tun gedenkt, wie durch ein kommendes Bundes-Klimagesetz alle Sektoren in Deutschland auf CO2-Senkung getrimmt werden, bis wann die Kohlekraftwerke in Deutschland abgeschaltet sind, ob die Bundesregierung ihre Behinderungen eines wirksam hohen EU-CO2-Emissionspreises einstellt, wie Deutschland sein arg ramponiertes internationales Klima-Image (durch viele Milliarden Euro Kompensationszahlungen?) wieder aufhübschen will?

Wer die Fakten nachlesen will, sei zum Rückblick auf unsere diesbezügliche Veranstaltung mit AGORA-Energiewende am 22.02.2018 verlinkt.

Zum Weiterlesesn: Finden Sie unter Öko-Institut e.V. folgenden Artikel "Kohleausstieg: gesammelte Fakten, Studien, Grafiken"

 

 

in Kooperation mit  

 

Donnerstag, 22. November 2018
19:00 Uhr
Seidlvilla, Nikolaipl. 1B, 80802 München (ÖPNV "Giselastraße")

Referent: Prof. Dr. Dr. Peter Höppe; ehem. Bereichsleiter Geo Risk Research/Corporate Climate Centre, Munich Re; Experte für Naturgefahren, Klimawandel, Biometeorologie; Chair von Munic Climate Insurance Initiative (MCII); Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Institut für Nachhaltige Kapitalanlagen (NKI)


Die durch Extremwetterereignisse verursachten Schäden betrugen 2017 global rd. 330 Mrd. US$.
Nie zuvor waren sie so hoch.
 
Die Daten der großen Rückversicherer zeigen sehr deutliche Trends bei der Häufigkeit von schadenrelevanten Ereignissen und auch bei den von ihnen verursachten Schäden. Ein großer Teil der steigenden Schäden kann durch höhere Exposition von Menschen und Sachwerten, getrieben von Bevölkerungswachstum und steigendem Wohlstand erklärt werden. Wenn man die Schadentrends jedoch mit sozioökonomischen Veränderungen adjustiert, verbleiben oftmals immer noch deutliche Anstiege. Diese müssen dann vor allem durch eine veränderte Gefährdungslage erklärt werden:
Insbesondere für Schäden, die z.B. durch starke Gewitterereignisse verursacht werden, gibt es eine sehr plausible Indizienkette dafür, dass der Klimawandel eine relevante Rolle spielt.

2017 war global das „Jahr der Rekorde“: Das Jahr mit den höchsten, durch Unwetter-Ereignisse verursachten Schäden, das Jahr mit dem heftigsten Wirbelsturm über dem Atlantik („Irma“) und dem heftigsten Regensturm über dem Golf von Mexiko („Harvey“), das wärmste Non-El-Nino-Jahr mit  Durchschnittstemperaturen von 1,2o C über Vor-Industrie-Niveau… Und in Mitteleuropa, Juni 2017: Tief „Rasmund“, heftiger und andauernder Starkregen mit den höchsten Regenmengen von 269 mm innerhalb 36 Stunden in Brandenburg, Deutschland.

Der Klimawandel wird weiter fortschreiten. Selbst wenn die im “Paris Agreement“, der Vereinbarung der 195 Mitgliedsstaaten der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) mit dem Ziel des Klimaschutzes von 2015 gemachten Versprechungen zur Reduktion der Emissionen von Treibhausgasen erfüllt werden. Deshalb sind Anpassungsmaßnahmen an die schon heute nicht mehr abwendbaren Veränderungen unverzichtbar.

Diese können aus Präventionsmaßnahmen wie z.B. verbessertem Küstenschutz und Deichbau entlang von Flüssen, aber auch innovativen Klimaversicherungslösungen bestehen. Hierbei gibt es eine Verantwortung der Industrieländer, die ärmeren Länder zu unterstützen, die besonders hart vom Klimawandel getroffen werden.

Wir verweisen in diesem Zusammenhang noch auf unsere inhaltlich passende Veranstaltung 13.12.2018, 19:00 Uhr, „IBZ“: „Klimawandel: Risiko und Resilienz“ mit Prof. Dr. Ortwin Renn, Institute for Advanced Sustainability Studies, Potsdam

 

Prof. Dr. Dr. Peter Höppe

Zum Weiterlesen:

Den Artikel über Unwetter finden Sie hier.
De Beitrag"Der globale Klimawandel und seine Auswirkung auf Deutschland" finden Sie hier.
Den Beitrag Sieben Positionen deutscher Versicherer zu den Folgen des Klimawandels finden Sie hier.

 

Auszeichnungen

Bayerische Klima-Allianz PHINEO Wirkt Siegel http://www.un-dekade-biologische-vielfalt.de/ Umweltbildung Bayern UN_Dekade_Offizielles Projekt_2014BNE-Auszeichnung www.landesstiftung.bayern.de

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