Eine Veranstaltung des Münchner Forum Nachhaltigkeit

in Zusammenarbeit mit Die Umwelt-Akademie e.V.

Im Rahmen der "Nach der Umwelt"

 

Freitag, den 14.September 2018

Referent: Dr. Kirsten Brodde, greenpeace, sustainable fashion

Wer kennt das nicht? Der Kleiderschrank wird immer voller, die Garderobe immer üppiger und das schlechte Gewissen angesichts der dunklen Seiten der Modeindustrie immer größer.

Dabei geht es auch ganz anders: Wer Altes neu entdeckt und durch Upcycling neue Lieblingsteile kreiert, kann sich von kurzlebigen Modetrends lossagen und ist trotzdem gut gekleidet. Schrankhüter werden auf Tauschpartys durch Neues ersetzt. Und wenn es doch mal was »ganz Neues« sein soll, bietet die aufblühende öko-faire Modeszene ansprechende Designs zu angemessenen Preisen. Oder man leiht sich Kleidungsstücke – ein vielversprechender Trend, der Zukunft hat.

Auch Umwelt und Klima werden es danken. Denn abgesehen von der Belastung von Mensch und Natur durch giftige Chemikalien beim Pflanzenbau und bei der Verarbeitung von Textilien (z.B. durch Färbereien) verbraucht die Produktion von Kleidung fossile Energie und heizt das Klima auf: 2015 waren die Treibhausgas-Emissionen der Textilindustrie höher als die der internationalen Luftfahrt und Schifffahrt zusammen. Acht Prozent des globalen Treibhausgas-Ausstoßes gehen momentan auf das Konto der Textilindustrie – das entspricht der Klimawirkung der Europäischen Union.

Die Referentin des Abends, Dr. Kirsten Brodde, gilt als eine der profiliertesten Kritikerinnen der Textilindustrie. Sie leitet die globale Detox-Kampagne von Greenpeace, die sich mit den Umweltschäden der überhitzten Modebranche beschäftigt. Von 2012 bis 2015 war sie Mitglied der Jury des Bundespreises Ecodesign. Sie wird in dem Vortrag einen Zehn-Schritte-Plan für eine ebenso nachhaltige wie individuelle Garderobe aufzeigen.

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