am 8. Oktober 2008, Schweisfurth-Stiftung

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Referent: Prof. Dr. Johannes Wallacher

Prof. Dr. Dr. Johannes Wallacher ist Professor für Sozialwissenschaften und Wirtschaftsethik an der Hochschule für Philosophie, München, Philosophische Fakultät S.J. und Leiter des Forschungs? und Studienprojektes »Globale Solidarität ? Schritte zu einer neuen Weltkultur« der Rottendorf?Stiftung an dieser Hochschule.


Das ökonomische Standarddenken hat der Beziehung von Wirtschaft und Kultur lange Zeit wenig Beachtung geschenkt. Folglich konnte man viele Phänomene und aktuelle Entwicklungen nicht angemessen erklären. Ein Beispiel dafür ist die wachsende Vielfalt marktwirtschaftlicher Ordnungen und ihrer unterschiedlichen kulturellen und politischen Grundlagen in Zeiten der Globalisierung. Inzwischen hat jedoch ein Umdenken eingesetzt und es gibt ein wachsendes Interesse an dem Einfluss kultureller Traditionen, Normen und Werte für die gesellschaftliche Interaktion und marktwirtschaftliche Arbeitsteilung.

Ein viel versprechender Ansatz, um diese „weichen Faktoren“ wirtschaftlicher Entwicklung zu erfassen, ist das Sozialkapital, also die Fähigkeit einer Gesellschaft zur Zusammenarbeit und sozialen Vernetzung. Prof. Wallacher präzisierte auf methodisch eindrucksvolle Weise ein bisher recht unscharfes Konzept methodisch und erörterte, inwiefern das Sozialkapital einer Gesellschaft eine wichtige ökonomische Ressource ist.


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