in Kooperation mit der  FÖS-Regionalgruppe München

Donnerstag, 23. April 2015, 

Referent: Jakob Schoof

Im Zeitalter billigen Öls sind die Preise weiter denn je davon entfernt, die ökologische Wahrheit zu sagen. Zugleich glauben viele Zeitgenossen, allein durch ökologisch und sozial verantwortlichen Konsum die Welt verändern zu können. Damit legen sie ihre Hoffnung paradoxerweise in eine Verhaltensweise, die im ökonomischen Vergleich immer unattraktiver wird.

In seinem Vortrag plädierte Jakob Schoof für eine alternative Sichtweise: Ökologisches Umsteuern ist nicht nur eine Aufgabe des Einzelnen, sondern auch der Politik. Sozialwissenschaftliche Studien zeigen, dass allenfalls ein Drittel der Bevölkerung zu einem wirklich umweltbewussten Verhalten bereit ist, und auch diese Minderheit ist unter den gegenwärtigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stets Anreizen zu ökologischem „Fehlverhalten“ ausgesetzt. Nur wenn Umweltverschmutzung wirklich teurer wird und die Politik zugleich für sozialen Ausgleich sorgt, kann ökologischer Konsum mehr sein als ein Feigenblatt zur privaten Gewissensberuhigung. Der Vortrag zeigte Denkansätze auf, wie ein solches finanzpolitisches Umsteuern gelingen könnte.


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