am 28. Februar 2008, Schweisfurth-Stiftung

Referent: Dr. Klaus Brandt
- Geschäftsführer GAIA Akkumulatorenwerke GmbH
- CEO der Muttergesellschaft LTC (Lithium Technology Corporation), Plymouth, Pennsylvania, USA

Der Ersatz von Erdöl und Erdgas sowie die Energiespeicherung sind zentrale Themen des Klimawandels. Das lenkt den Blick schon seit langem auf Batterien und Akkus und deren Leistungsfähigkeit. Mit dem Aufkommen der Lithium-Technologie für Speicherbatterien wurden nun Hybrid-Fahrzeuge möglich, die Weiterentwicklung zu Elektro-Fahrzeugen für den Stadtverkehr zeichnet sich ab. Die Lithium-Technologie verspricht damit, zu einem zentralen Energiespeicher der Zukunft zu werden –  nicht nur im Automobilbereich. Mit der dezentralen Fotovoltaik dürfte die Anwendung in jedes Haus vordringen und ein Schlüssel für alle dezentralen Konzepte werden.

Dr. Brandt erläuterte das große Potenzial dieser Entwicklungsrichtung. Bezogen auf Gewicht und Volumen verbessert sich der Energieinhalt gegenüber Nickel-Kadmium-Batterien um den Faktor drei, sogar um den Faktor 10 gegenüber den klassischen Blei-Akkumulatoren unserer Automobile. Auch eine neue Shell-Studie geht davon aus, dass in einigen Jahrzehnten der innerstädtische Individual-Verkehr von Elektrofahrzeugen dominiert wird. Dazu ist die Li-Ionen-Technologie Vorraussetzung. – mit ihr erreicht man Reichweiten von etlichen 100 km vor der Aufladung Wieso vor der Aufladung?). Neben der konventionellen Aufladung interessieren sich die Energiekonzerne im Rahmen eines Geschäftsmodells, bei dem eine leere Batterie innerhalb von Minuten gegen eine aufgeladene getauscht wird???? Entsprechende Systemlösungen und Infrastruktur vorausgesetzt ist dies gut vorstellbar. Neben den Kosten ist allerdings die geringe europäische Kompetenz ein Problem. Die vergleichsweise kleine GAIA AG ist der einzige europäische Hersteller dieser Batterien, der Großteil der Produktionsstätten liegt in Fernost.

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