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Dienstag, 17. April 2018

Teilnehmende Münchner Nachhaltigkeitsinitiativen: Abfallwirtschaftsbetrieb München, Kartoffelkombinat e.V., Haus der Eigenarbeit, Grün&Gloria, Slow Down, u.a.

Im Alltag ist es nicht immer leicht, die nachhaltige Alternative zum alltäglichen Konsum zu finden; obwohl es bereits viele nachhaltige Angebote in der Stadt gibt, von denen Umwelt, Klima und Bürger profitieren. Damit nachhaltiger Konsum künftig leichter fällt, hatte Die Umwelt-Akademie e.V. am 17.4. mehrere Münchner Nachhaltigkeitsinitiativen eingeladen, sich und ihr Angebot vorzustellen.

Rund 90 interessierte Bürgerinnen und Bürger besuchten die Veranstaltung. In sieben Impulsreferaten stellten sich vor allem Initiativen vor, die neue und innovative Konzepte anbieten um eine nachhaltigen Lebensweise zu befördern. Zu den Referenten zählten die Nachhaltigkeitsinitiativen Kartoffelkombinat e. V., die eine solidarische Landwirtschaft etabliert haben, das Haus der Eigenarbeit HEI und HEI Repair Café mit seinen Do-It-Yourself-Möglichkeiten, Fossil Free München, das nachhaltige Geldanlagemöglichkeiten bietet, die Journalistenplattform Grün & Gloria mit der Printausgabe für nachhaltigen Lifestyle „Slow Down, die Jungunternehmer der reCup GmbH mit der wiederverwendbaren Alternative zum Coffee-To-Go-Becher, die Münchner Machbarn mit ihrer Netzwerkplattform sowie der AWM mit seinen Angeboten zur Abfallvermeidung. Die Kurzpräsentation von Frau Bettina Folger (AWM) finden Sie hier.

Das durchaus junge Publikum nutzte im Anschluss die Möglichkeit zum direkten Austausch mit den Referenten so dass neue Netzwerke entstehen konnten und neue Impulse gesetzt wurden.

Als kleine Besonderheit hatte an diesem Abend die Halle 2 des AWM ihren Verkaufsraum bis 18:45 Uhr geöffnet und gab dem Publikum die Möglichkeit, vor den Vorträgen im vielfältigen Angebot zu stöbern und gfs. gebrauchte Güter nachhaltig einzukaufen.  Nähere Informationen zur Halle 2 finden Sie hier.

     

 Die Bilder wurden uns freundlicherweise von Herrn Christoph Mukherjee (Fotograf) zur Verfügung gestellt.

Kommentare  

#2 Helmut Schmidt 2018-03-19 15:24
Sehr geehrte Frau Wutzer,

Sie haben bei der Umwelt-Akademie angefragt, ob sie bezüglich der im PLAN nicht vorhandenen separaten Sammlung von Verpackungsabfa ll - ich gehe davon aus, dass Sie Kunststoffverpa ckungen meinen - für Abhilfe sorgen kann. Abgesehen davon, dass es nicht Aufgabe der Umwelt-Akademie ist, vorzugeben wie bei der LHM Abfälle zu entsorgen ind, kann ich Ihnen als ehemaliger, langjähriger Zweiter Werkleiter des AWM zu Ihrer Anfrage folgendes mitteilen:

Nicht alles was prima vista gut klingt, hält auch einer näheren Betrachtung stand. So verhält es sich auch beim Recycling von Kunststoffverpa ckungen. Bei 70 % der Kunststoffverpa ckungen handelt es sich nämlich um Verbund- bzw. Multilayer-Verp ackungen. Diese lassen sich bestenfalls down- aber nicht recyceln. Deshalb beträgt die stoffliche Recyclingquote bei diesen Materialien bundesweit auch nur 2,2 %. Gut zu recyceln sind geruchsfreie, sauber PE-Folien, Hartplastik aus PP oder PET-Flaschen. Bei letzteren ist aber die Verwendung von Mehrwegflaschen ökologisch vorteilhafter. Am besten ist hier das gute Münchner Leitungsqwasser , das man ganz ohne Verpackungen zapfen kann.

Recycling findet nur dann statt, wenn es technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar ist. Außerdem darf durch Recycling kein Schadstoff aufkonzentriert werden und für die erzeugten Sekundärrohstof fe muss am Markt eine Nachfrage vorhanden sein. Dies alles trifft bei Verpackungskuns tstoffen weitgehend nicht zu, weshalb bei diesen Materialien die Recyclingquote in Deutschland insgesamt auch unter 25 % liegt.

Aus diesen Gründen hat die LHM bei Verpackungen schon seit 1990 auf Abfallvermeidun g und Mehrweg gesetzt. Wer Kunststoffverpa ckungen nicht vermeidet, hat auch die Möglichkeit sie bei den Depotcontainern einzuwerfen. Im Übrigen ist schon mehrfach nachgewiesen worden, dass eine energetische Verwertung von Kunststoffverpa ckungen ökologisch absolut gleichwertig mit jeder sonstigen Verwertung ist, wenn die Verbrennungsanl age einen hohen energetischen Wirkundgrad hat. Dies ist bei der Müllverbrennung sanlage in München der Fall. Deshalb brauchen sie auch kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn die Kunststoff-Verp ackungen im Restmüll landen.

Verpackungsabfä lle sollten Sie also in erster Linie vermeiden oder Mehrwegverpacku ngen verwenden. Aus diesem Grund wurde übrigens auch die aktuelle Anti-ToGo-Beche r-Kampagne des AWM entwickelt.

Leider kann ich nicht zu der Diskussion am 17.04 kommen, da ich zu diesem Termin die Kollegen der Stadt Wien berate. Sollten Sie noch Fragen haben, können Sie sich aber gerne jederzeit an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Helmut Schmidt
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#1 Wutzer 2018-03-16 06:55
"Aber wo" ist eine berechtigte Frage.
Im Haus Blumenstr. 19/Planungsrefe rat gibt es keine Sammel-Containe r für Verpackungsmüll . Eigentlich alle Mitarbeiter werfen also Verpackungen zum Restmüll. Ich sammle selbst, aber hin und wieder wird meine Tüte dann von der Reinigungsfirma einfach mit dem Restmüll entsorgt.
Können Sie da für Abhilfe sorgen?
Danke
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