Kamingespräch am 13. Mai 2009
Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft (IBZ)

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Referent: Prof. Dr. Günther Gustav Hasinger
Wissenschaftlicher Direktor des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik
Günther Hasinger studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München Physik und schloss dort 1984 seine Promotion in Astronomie ab. Nach seiner Habilitation 1995 trat er zunächst eine Professur an der Universität Potsdam an und engagierte sich dort gleichzeitig als Direktor des Astrophysikalischen Instituts. Von 2001-2008 war er Direktor des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik in Garching, seit 2003 ist er Honorarprofessor an der TU München. 2005 erhielt Prof Hasinger den Leibnizpreis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Im November 2008 wurde er wissenschaftlicher Direktor des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik in Garching. Prof. Hasinger ist  Mitglied der Berlin-Brandenburgischen  Akademie der Wissenschaften.

Kommerziell nutzbare Fusionskraftwerke könnten etwa Mitte des 21. Jahrhunderts zur Verfügung stehen, also zu einer Zeit, in der sich einerseits der Welt-Energieverbrauch durch die Entwicklung der asiatischen Staaten verdoppelt haben wird und andererseits die heutige Generation von Kohle- und Kernkraftwerken ersetzt werden muss. Geringe Unfallrisiken, kein Endlagerproblem für langlebige radioaktive Abfälle, fast unbegrenzt und überall ohne Risiko politischer Abhängigkeit verfügbarer Brennstoff – mit diesen günstigen Eigenschaften stellen Fusionskraftwerke eine sichere und umweltverträgliche Alternative dar und könnten einen entscheidenden Beitrag zum Energiemix liefern.  Nicht zuletzt auch deshalb, da sie sich nahtlos in die bestehenden Infrastrukturen der Stromversorgung integrieren lassen.

In seinem Vortrag erläuterte Prof. Dr. Hasinger die Grundprinzipien der Kernfusion und stellte den Stand der Fusionsforschung dar, um anschließend mit dem Forum die noch zu lösenden Herausforderungen zu diskutieren.
 

 

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