Dienstag, 17. März 2015

Referent: Dr. Reinhold Brunke, Geschäftsführer der ICADA (international cosmetic and device association) e.V. und Entwickler der ersten weltweiten Industrienorm für Naturkosmetik.

Der Verbraucher hat die informierte Wahl. Seit Mitte der 90er Jahre kann er zwischen herkömmlicher  Kosmetik und Kosmetik, die vorwiegend aus natürlichen Bestandteilen hergestellt wird, unterscheiden und daher bewusster entscheiden.

Die Vielzahl an Siegeln für Naturkosmetik und naturnahe-Kosmetik ist allerdings eher verwirrend als hilfreich. So finden wir unter anderem Siegel mit der Bezeichnung ICADA, NATURUE, BDIH, ECOCERT, DEMETER, NCCO, EcoControl, CosmeBio und viele andere. Jedes dieser Siegel weist Besonderheiten auf, die sich am Inhalt – also an den Rezepturen – der Produkte orientieren. Jedoch betreffen diese Aussagen nur die Provenienz der Rohstoffe und nicht die Qualität und Wirksamkeit.

Der Markt für Naturkosmetik erreicht in Deutschland inzwischen ein Volumen von über einer Milliarde Euro – und stört damit auch die Interessen der internationalen Konzerne. Der dadurch entbrannte heiße Marktkampf wird in den nächsten Jahren auch noch durch eine relativ anspruchsvolle ISO-Norm zu einer Veränderung des Marktes führen. Einer Auslese entgehen nur spezialisierte Unternehmen, die zum Beispiel über die Herstellung der Kosmetika aus Pflanzen hinaus auch auf die Herkunft der Rohstoffe achten, ökologische Anbauprojekte – oft mit Kleinbauern – initiieren und damit eine hervorragende Qualität ihrer Rohstoffe erreichen.

Der Kosmetikchemiker und promovierte Naturstoffchemiker Dr. Reinhold Brunke befasst sich seit vielen Jahren mit den Möglichkeiten der Naturkosmetik und hat den ersten Standard für eine Qualitätsbeurteilung entwickelt für einen damals kleinen, unbekannten Verband. Er kennt die Feinheiten der synthetischen Kosmetik ebenso wie diejenigen der Naturkosmetik. Er weiß um die Diskussion von Inhaltsstoffen, wie Parabenen, Mineralöl und anderen, die in der pflanzlichen Kosmetik nicht zu Einsatz kommen.

Dr. Brunke informierte darüber, welche Argumente  für die Verwendung von Kosmetikrohstoffen aus Pflanzen sprechen und welche Möglichkeiten der Verbraucher hat, sich in der Vielfalt des Angebotes zurechtzufinden.



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