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Editorial

"Wir in München wollen so leben und wirtschaften, dass die Entwicklungschancen heutiger und künftiger Generationen – in München und weltweit – nicht geschmälert werden."

Zugegeben, "Nachhaltigkeit" ist sperrig. Aber diesen Satz sollte man mehrfach lesen, er hat es in sich: Mehr als meilenweit sind wir von der Realisierung entfernt!

Einige hingeworfene Stichworte für München:

  • die Wirtschaft vollständig decarbonisieren
  • Kohleverbrennung im HKW Nord2 bis 2022 beenden
  • "Verbrenner-“KfZ spätestens ab 2030 nicht mehr neu zulassen
  • den ÖPNV massiv ausbauen (und nicht nur die zweite S-Stammstrecke)
  • „Radlhauptstadt“ nicht nur behaupten, sondern auch realisieren
  • Wohndruck und Flächenfrass für Gewerbeansiedlungen reduzieren
  • Armutszuwach (!) im reichen München umkehren
  • Kinderbetreuung und (nachhaltige) Bildung verbessern
  • soziale Spannungen erzeugende Ungleichheiten verringern
  • die Stadt nachhaltig und ressourcenschonend gestalten
  • nachhaltiges Leben und Wirtschaften ermöglichen und fördern
  • Schutz der Ökosysteme aktiv vorantreiben
  • und bei allem:  Zivilgesellschaft und örtliche Wirtschaft aktiv beteiligen!

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat im September 2015 die völkerrechtsverbindliche Resolution "Transformation unserer Welt: Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" (Sustainable Development Goals, SDG – 17 Entwicklungsziele mit 169 Unterzielen) beschlossen; sie bindet erstmalig nicht nur die sogennanten "Entwicklungsländer" wie in den "Milleniumszielen" zuvor, sondern nun alle Nationen, auch die westlichen Industrieländer; und zwar in allen ihren Gliederungen; also von der Bundesregierung über die Länderregierungen bis zur Kommune München.

Vor und hinter den Kulissen wird heftig gerungen:

Der Stadtrat der Landeshauptstadt München hat im Juni 2016 den Aufruf des Deutschen Städtetags beschlossen und die Ziele nachhaltiger Entwicklung, die „Agenda 2030“, auch für die Stadt München als verbindlich erklärt. Leider hat der Stadtrat die Entscheidung, wie die Nachhaltigkeits-Zeile für und in München umgesetzt werden sollen, wie die Stadtgesellschaft zu integrieren ist, (auf Frühjahr 2017?) vertagt.

Die Parteien im Rathaus schwanken fachlich zwischen "dafür haben wir jetzt noch keine Zeit gefunden", "ist überfällig, müssen wir machen, aber nicht jetzt", "haben wir – mit den Leitlinien der „Perspektive München“ – doch schon alles" und "nicht nochmals eine Agenda 21!"; beliebt sind auch Zuständigkeitsfragen: "Gehen Sie zur Planungsreferentin, die ist eh für Strategie zuständig", "Bewahrung der Schöpfung ist unsere ureigene Aufgabe, also Umwelt" und "das ist eine Querschnittsaufgabe, da muss der OB ran". Fein.

Doch die Zivilgesellschaft mag das nicht hinnehmen: Die Umwelt-Akademie e.V. hatte ja bereits im Juni 2015 den Oberbürgermeister Dieter Reiter aufgefordert, eine "Nachhaltigkeitsstrategie für München" unter Beteiligung der gesamten Stadtgesellschaft anzugehen; was er im August 2015 auch zu tun versprach. Im Juli 2016 haben 18 zivilgesellschaftliche Organisationen – beileibe nicht nur "Öko‘s" – unter dem Dach des „Bündnis Nachhaltigkeit Bayern“ den Oberbürgermeister erneut angeschrieben und ihm die eindringliche Zusage gegeben, an einer Nachhaltigkeitsstrategie aktiv mitwirken zu wollen. Ein Arbeitsgespräch zwischen OB, einigen "Stadtministern" und der Stadtgesellschaft soll nun definitiv bis Ende 2016 stattfinden. Dann folgen andere Organisationen, die Industrie- und Handelskammer, die politischen Fraktionen – es gibt viel zu tun, packen wir’s an.

Originalton Oberbürgermeister: "Die Agenda 2030 werden wir nur verwirklichen, wenn wir alle Menschen jeden Alters mitnehmen und ein Bewusstsein dafür schaffen, dass wir mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen vorausschauend, gerecht und fair umgehen müssen, um auch morgen noch gut leben zu können."

Die Veranstaltung "Stadt sucht Zukunft" im Rahmen des diesjährigen "Klimaherbst" am 20.10.2016 hat gezeigt: Andere Städte – u.a. Dortmund, Augsburg – machen uns vor, dass und wie "Nachhaltigkeit"  geht; die Teilnehmer_Innen aus der Münchner Verwaltung und Stadtpolitik haben erkannt, dass "Nachhaltigkeitsstrategie für München" für weitere Parteispielchen nicht geeignet und auch nicht mehr verschiebbar ist; und die beteiligten Engagierten haben gespürt, dass ein "Kipp-Punkt" erreicht ist, ab dem "Nachhaltigkeit" für und in München nunmehr praktisch gestaltet werden muss.

Die Zivilgesellschaft organisiert und formiert sich gerade neu, anders, schlagkräftiger: Vielleicht wird es ein "Nachhaltigkeitshaus" mit 17 "Familien" mit je zwei Organisationen, die sich für je eines der 17 SDGs engagieren – mit einer mehrköpfigen "Hausvertretung" als gebündeltem Ansprechpartner für Wirtschaft, Verwaltung und Politik? Anspruch und Wille sind klar: An einer Nachhaltigkeitsstrategie wollen wir, die Zivilgesellschaft, uns aktiv beteiligen und auch aktiv beteiligt werden.

Und die zweite Säule, die Zielrichtung: Es geht nicht mehr nur um Energieversorgung und Klimapolitik, Grünzonen und Radwege… Es geht um: "Wir in München wollen so leben und wirtschaften, dass die Entwicklungschancen heutiger und künftiger Generationen – in München und weltweit – nicht geschmälert werden."

Dr. Helmut Paschlau

 

 

 

Dr. Helmut Paschlau

Helmut Paschlau, Mitglied des Vorstands

 

 

Ethisch-ökologischer Umgang mit Geld

Rückblick

Gemeinwohlbilanz- Instrument für eine immer nachhaltigere Bank

Dienstag, 20. September 2016

Referentin: Christine Miedl, Direktorin Unternehmenskommunikation der Sparda-Bank e.G., München

Ökologische, ökonomische und soziale Aspekte bewegen unsere Gesellschaft, wenn es um enkeltaugliche Zukunftsfähigkeit geht. Der Begriff Corporate Social Responsibility (CSR) bzw. Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung umschreibt den freiwilligen Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung, der über die gesetzlichen Forderungen (Compliance) hinausgeht. CSR steht für verantwortliches unternehmerisches Handeln in der eigentlichen Geschäftstätigkeit (Markt), über ökologisch relevante Aspekte (Umwelt) bis hin zu den Beziehungen mit Mitarbeitern (Arbeitsplatz) und dem Austausch mit den relevanten Anspruchs- bzw. Interessengruppen (Stakeholdern).

Entscheidend ist, wie ernsthaft und dadurch glaubwürdig ein Streben nach dem immer nachhaltigeren Unternehmen tatsächlich ist – oder einfache (aber teure) Imagepflege: „greenwashing“. Derzeit, im Sommer 2016, läuft eine Bewerbungsausschreibung des Bundes-Wirtschaftsministeriums um den (dritten) deutschen CSR-Preis; ausgezeichnet werden sollen vorbildliche Betriebe, die nachhaltiges Handeln dauerhaft in ihre Geschäftstätigkeit integrieren.

Darüber, ob und was sich in ihren Unternehmen in Sachen Nachhaltigkeit bewegt, berichten mittlerweile etliche Konzerne, Finanzinstitute, Mittelständler. Ab 2017 müssen alle europäischen Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten zusätzlich zu ihrem klassischen Geschäftsbericht einen nicht-finanziellen Bericht veröffentlichen. Wissenschaftliche Grundlagen und Verfahrensvorschriften für solche Nachhaltigkeitsberichte gibt es viele; EMAS, UN Global Compact, OECD-Leitsätze, ISO 26000 usw.

Aber keine der Vorgaben sind so tiefgehend wie die der Gemeinwohl-Ökonomie. Sie ist eine Weiterentwicklung der sozialen Marktwirtschaft und eine positive Alternative zur neoliberalen Globalisierung. Eine gemeinwohlorientierte Wirtschaft fußt auf Vertrauensbildung, Wertschätzung, Kooperation und Solidarität. Der Erfolg eines Unternehmens wird dabei nach werteorientierten Indikatoren mithilfe der Gemeinwohl-Bilanz bemessen.

Es gibt in Deutschland nur eine Bank, die regelmäßig eine Gemeinwohl-Bilanz herausgibt: die Sparda-Bank München eG. Seit 2011 ist sie Pionierunternehmen der Gemeinwohl-Ökonomie und hat bislang drei Bilanzen herausgegeben.

Kommunikationsdirektorin Christine Miedl von der Sparda-Bank München berichtete über die Inhalte der Gemeinwohl-Ökonomie, die Anforderungen an eine Bilanzerstellung, deren Überprüfung durch neutrale Dritte und den Prozess der Erarbeitung, bei dem auch die Mitarbeiter einbezogen werden. Es geht um Strukturen, Mitarbeiterzufriedenheit, Achtsamkeit, Umwelt- und Klimaschutz, Förderung der Mitglieder  (rund 280.000 als Genossen), Transparenz und Offenheit sowie Zukunftsorientierung.

„Andere Banken braucht das Land“, so ist der eigentliche Übertitel des Schwerpunkts der Umwelt-Akademie e.V. „Ethisch-Ökologischer Umgang mit Geld“.

Präsentation Christine Miedl: Klicken Sie hier

Dr. Schwingenstein

Für das Thema „Ethisch-ökologischer Umgang mit Geld" engagiert sich unser Vorstandsmitglied Dr. Cristoph Schwingenstein.

Gesundheit und Eigenverantwortung

 

Rückblick

Zivilgesellschaftliches Engagement zum Thema „Zeit“: Ticken wir noch richtig? Auf der Suche nach der verlorenen Eigenzeit

Dienstag, 11. Oktober 2016

Referent: Manfred Molicki, Vorsitzender der Gesellschaft für Zeitkultur, Königsfeld

Wir leben in einer Tempo-Gesellschaft, in der Nonstoparbeit, Geschwindigkeit, Gleichzeitigkeit und Multitasking bestimmen, ob man noch als leistungsfähig gilt oder nicht. Die Folge: Wir verdrängen Pausen, Müßiggang und den eigenen Rhythmus immer mehr, bis Körper und Psyche nicht mehr mitspielen. Zeitstress macht krank! Zeitmanagement oft auch! Je mehr wir versuchen, Zeit zu „sparen“, desto weniger Zeit scheinen wir zu haben. Oft haben wir das Bedürfnis, „aus der Tretmühle auszusteigen“ und den inneren Zeit-Kompass wieder zu finden; doch fehlt uns auch dafür meist die Zeit.

Der Blick auf den Faktor Zeit fehlt aber nicht nur beim Blick auf den einzelnen Menschen, sondern auch beim Blick auf die Umwelt. Sind es nicht die kurzfristig gedachten, aktionistischen "Schnellschüsse", die uns heute so manche Umweltprobleme bereiten? Ist der eigentlich zeitgebende Begriff "Nachhaltigkeit" nicht schon zur Leerformel verkommen? Alles, was wächst, braucht seine Eigenzeit und kann nicht beschleunigt werden - es sei denn, man nimmt die Negativfolgen in Kauf. Das Zeitnot-Stressverhalten des Einzelnen findet eine Entsprechung im Zeitnot-Stressverhalten der Gesellschaft mit den entsprechenden Auswirkungen.

Was treibt uns so rastlos und atemlos bis zum Zeitinfarkt ("angina temporis")? Wie können wir in unserem Leben ein gesundheitsförderndes Zeit-Maß finden zugunsten einer besseren Gesundheit und mehr Lebensqualität? Warum können wir es nicht? Fehlt uns der Mut, etwas zu ändern und trauen wir uns nicht? Wer zwingt uns zu dem krankmachenden und umweltschädigenden Zeitstress? Wie finden wir zurück zu unserer Eigenzeit?

Manfred Molicki, Buchautor, ZEITforscher und Gründer der GESELLSCHAFT FÜR ZEITKULTUR, zeigte in einem interaktiven und visuell aufgelockerten Vortrag, wie Menschen es anstellen, keine Zeit zu haben, und welche Auswege andere Menschen gehen. Er weckte die Lust, innezuhalten, wenn gesundheitsschädigender Beschleunigungsaktionismus droht. Mal irritierend, mal in symbolhaften Anekdoten, dann wieder mit sinnlichen Impulsen und verblüffenden Versuchen gab er Anregungen zum Reflektieren über den eigenen Umgang mit der Zeit.

Zusammenfassung des Vortrags: Klicken Sie hier

 

 

Paul Greineder

Für das Thema „Eigenverantwortung und Gesundheit“ engagiert sich unser Vorstandsmitglied Paul Greineder.

Mutbürger für Energiewende!

Ausblick

Umsetzung der Energiewende in Deutschland

in Kooperation mit Green City Energy AG

24. November 2016, 19:00 Uhr, „orangebar“, Green City Energy AG

Referent: Prof. Dr.-Ing. Josef Neiß, bis Ende 2014 Leiter der Abteilung Energie, Bergbau, Rohstoffe und Umweltfragen des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie

Angesichts des Pariser Klimaschutzabkommens braucht es einen weiteren ambitionierten Ausbau der Erneuerbarer Energien. Das zeigen auch die vom Bundesumweltministerium beauftragten „Klimaschutzszenarien 2050“. Der Zubau der Erneuerbaren Energien müsste ins besonders bis 2030/2035 deutlich höher liegen als im EEG 2016 beschlossen. Der derzeitige 33% Anteil Erneuerbarer Energien am nationalen Stromdargebot, wäre problemlos weiter ausbaubar, soll aber gedeckelt werden.
In Bayern stellt sind eine besondere Situation dar: Die Abschaltung des letzten Atomkraftwerks erfolgt 2022, der Bau von Gleichstromtrassen von Nord nach Süd ist massiv verzögert und der Ausbau der Windenergie liegt wegen der 10H-Abstandregelung praktisch still.

Sind die Klima- und Energiewendeziele in Deutschland und Bayern durch die derzeitigen politischen Rahmenbedingungen überhaupt erreichbar?

Ein Gespräch mit einem ehemaligen Spitzenbeamten des Bayerischen Wirtschaftsministeriums. 

 

Dr. Helmut Paschlau

Für das Thema „Mutbürger für Energiewende!" engagiert sich unser Vorstandsmitglied Dr. Helmut Paschlau.

NAPE: Der Beitrag der bayerischen Wirtschaft zum Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz

in Kooperation mit der Landeshauptstadt München, Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) und mit Green City Energy AG

15. Dezember 2016; 19:00 Uhr; „orangebar“, Green City Energy AG, Zirkus-Krone-Str. 10, Eingang Georg-Schätzle-Str., 6. OG, (ÖPNV Hackerbrücke)

Referent: Dr. Norbert Ammann, Referatsleiter Energie und Rohstoffe, Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern
Grußwort: Josef Schmid, 2. Bürgermeister der Landeshauptstadt München und Wirtschaftsreferent (angefragt)
Moderation: Dr. Helmut Paschlau, Vorstand Die-Umwelt-Akademie e.V

Schon von NAPE gehört? Aber das Plakat mit der Astronautin haben Sie schon gesehen: „Effizient ist, an den Heizungskosten zu sparen. Nicht an den Reisekosten“?

Das G7-Ziel aus 2015 lautet bekanntlich „vollständige Dekarbonisierung der Volkswirtschaften“ bis zum Ende dieses Jahrhunderts. Das deutsche Ziel von 40% Treibhausgasminderung bis 2020 wird mit einem „weiter so wie bisher“ jedenfalls nicht erreicht. Die Bundesregierung hat daher im Dezember 2014 mit dem Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) ein Bündel von Maßnahmen beschlossen, um mindestens weitere 350 PJ Primärenergie und 21,5 t CO2-Emissionen bis 2020 einzusparen. Die Bundesregierung behauptet, ein großer Teil des NAPE sei schon umgesetzt; jetzt will der Bundes-Wirtschaftsminister aber nochmals mit seinem „Grünbuch“ und weiteren 15 Mio. Euro für die obige Werbekampagne das „Ruder rumreissen“; die Zielerreichung für die nächsten drei Jahre ist dennoch mehr als fraglich.

Gewerbe und Wirtschaft leisten tatsächlich einen großen Beitrag zu den NAPE-Maßnahmen. Alleine die „500 Energieeffizienznetzwerke (EEN)“ sollen 5 der insgesamt 21,5 Tonnen zusätzlicher CO2-Einsparung bringen. Weitere 3,4 Tonnen sollen aus der bereits umgesetzten Verpflichtung der Unternehmen zu „Energieaudits“ resultieren.

Im Rahmen des „Umweltpakt Bayern“ engagiert sich die bayerische Wirtschaft – über die gesetzlichen Pflichten hinaus – bereits seit über 20 Jahren für den Umwelt- und Klimaschutz. Vom Vertreter der Industrie- und Handelskammer (IHK) wollen wir uns über die aktuellen Maßnahmen informieren lassen: Dazu gehören u.a. die Weiterbildung von Auszubildenden zu „Energie-Scouts“ und das soeben eröffnete Ressourceneffizienzzentrum Bayern, das vom Landesamt für Umwelt (LfU) und den IHKs in Bayern betrieben wird. Mit der Energieeffizienznetzwerk-Initiative „been-i“ haben sich die Betriebe in Bayern mit 19 von insgesamt 91 EEN an die Spitze der NAPE-Maßnahme „Energieeffizienznetzwerke“ gesetzt.

Doch seitens der Wirtschaft gibt es – erwartungsgemäss – auch Einwände. Die Vielzahl von Regularien im Rahmen der Energiewende führte, so die IHK, auch zu unerwünschten Nebenwirkungen: So führen die stark steigenden Umlagen und Abgaben auf den Stromverbrauch nach Auffassung der Wirtschaft zu Schieflagen bei der Preisbildung; mit der Folge von Wettbewerbsverzerrungen und Fehlanreizen. Die größten Anstrengungen in Sachen Energieeffizienz brächten zu wenig, wenn wirtschaftliche Anreize in eine andere Richtung zeigten.

Da ist genug Stoff für die Diskussion!

 

Rückblick

 

Bürgerenergie Exkursion: Windräder in den Wadlhauser Gräben, Berg/Starnberger See

Samstag, 8. Oktober 2016

Führung: Robert Sing; Bürgerwind Berg Verwaltungs GmbH & Co KG; Ingenieurbüro Sing GmbH, Geschäftsführer

Die vier Windkraftanlagen liegen zwischen der Autobahn A95 und dem Starnberger See, ca. 4 km südöstlich von Starnberg. Es handelt sich um ein ausgedehntes Waldgebiet (Wadlhauser Gräben). Die nächstgelegenen Ortschaften sind Neufahrn in etwa 1,2 km Entfernung, Schäftlarn ca. 1,5 km, Irschenhausen und Icking 2 km und Berg 3 km südwestlich. Großräumig gesehen liegen die Standorte im Gebiet des Bayerischen Oberlands auf einem Moränenhügel zwischen Würm- und Isartal.

Die Anlagen wurden durch die Bürgerwind Berg GmbH & Co. KG errichtet, in Betrieb genommen und werden seither von ihr betrieben. Der Windpark besteht aus vier Windenergieanlagen des Typs Enercon E-115 mit einer Nabenhöhe von 149 m, einem Rotordurchmesser von 115 m (Gesamthöhe 206,9 m) und einer Nennleistung von jeweils 3 MW. Damit werden jeweils jährlich rd. 7.000.000 Klimawattstunden (kWh) Strom produziert, bei vier WEA also genug für ca. 8.000 Haushalte bzw. 24.000 Bürger.

Über die Mindestlaufzeit von 20 Jahren produzieren die vier WEA in Berg ca. 560.000.000 kWh Strom. Ein durchschnittliches deutsches Steinkohlekraftwerk benötigt für die gleiche Strommenge ca. 176.000 t Steinkohleeinheiten und emittiert dabei rd. 408.000 t CO2; mit den Windkraftanlagen Berg werden genau diese CO2-Emissionen vermieden.

Die Gesamtinvestition belief sich auf rd. 21,6 Mio. Euro. Davon sind 15 Mio. Euro Fremdkapital und 6,6 Mio. Euro Eigen- bzw. Kommanditkapital. Es handelt sich um eine „Bürgeranlage“, die überwiegend aus Einlagen von 169 lokalen Bürgern, der Gemeinde Berg, Nachbargemeinden, Energiegenossenschaften, Stadtwerken und einer regionalen Bank n finanziert ist. Eine Beteiligung ist nicht mehr möglich, da der Fonds geschlossen ist.
 
Der Windpark wurde von der Gemeinde Berg geplant. Federführend mit der Planung beauftragt war und ist die Ingenieurbüro Sing GmbH aus Landsberg am Lech.

 

 

Stadt sucht Zukunft

Nachhaltigkeitsstrategien unter Beteiligung von Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft in NRW-Großstädten, Augsburg und München

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Moderation: Maren Schüpphaus (Netzwerk Gemeinsinn e.V.)

Veranstalter: Ökologische Akademie e.V.,  in Kooperation mit: Bündnis Nachhaltigkeit Bayern (BNB), Die Umwelt Akademie e.V., Green City e.V., Netzwerk Gemeinsinn e.V., oekom e.V., Selbsthilfezentrum München (SHZ), BenE München, MORGEN - Netzwerk Münchner Migrantenorganisationen, Bund Naturschutz, Kreisgruppe München 


Die Landeshauptstadt München wurde für ihre  Nachhaltigkeitspolitik national und international ausgezeichnet. Auch der Nachhaltigkeitsbericht  des Referats für Gesundheit und Umwelt (2014) erfuhr einhellige Zustimmung. Eine zentrale und übergreifende Aufgabe wartet allerdings noch darauf realisiert zu werden: die Entwicklung einer Münchner Nachhaltigkeitsstrategie. Ihr Ausbleiben konstatiert das Referat mit den Worten: „Erfolgversprechende Nachhaltigkeitsstrategien basieren auf breitem Konsens. Sie sind dazu weniger als hierarchische Lenkungsinstrumente anzulegen, sondern als eine interaktive und partizipative  Form der Selbstbeobachtung und –steuerung von Politik und Gesellschaft.“  Mit der Unterzeichnung der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung durch  OB Reiter am 16. Juni und der Erklärung, dass die Stadt ein breites Bündnis mit lokalen Akteuren und den Münchnerinnen und Münchnern zum nachhaltigen Leben schmieden (möchte)“rückt die Beteiligung der Stadtgesellschaft in den Mittelpunkt.

Für die Erarbeitung einer Münchner Nachhaltigkeitsstrategie gibt allerdings keine Blaupause. Da liegt es nahe, sich das bundesweit beachtete Modellprojekt „Global Nachhaltige Kommune“  in NRW und  das einvernehmliche  Zusammenwirken von Stadtgesellschaft, Verwaltung und Politik in Augsburg bei den Zukunftsleitlinien genauer anzuschauen.
Die Veranstaltung hatte zum Ziel eine Verständigung über den Weg zu einer lokalen Nachhaltigkeitsstrategie unter den Münchner Akteuren zu initiieren, Verfahrensvorschläge zu entwickeln  sowie Chancen und Hemmnisse für ein partizipatives Vorgehen in der Erarbeitung einer Münchner Nachhaltigkeitsstrategie heraus zu arbeiten.

 

 

Gemeinsam handeln für Klimaschutz: Ist die „2000-Watt-Gesellschaft“ ein realistisches Ziel für München?

In Kooperation mit Green City Energy AG

27. Oktober 2016

Referenten:

  • Roland Stulz; er ist Aufsichtsratsvorsitzender von INTEP –  Integrale Planung GmbH, hörbar aus der Schweiz
  • René Sigg, Geschäftsführer der INTEP, Sitz in München, speziell betraut mit den Münchner Verhältnissen.

Wieder ein politisch heißes Thema „Gemeinsam handeln für Klimaschutz: Ist die „2000-Watt-Gesellschaft“ ein realistisches Ziel für München?“

Politisch heiß auch anhand der Zeitläufte:

  • am 20.10.2016 war in der städtischen Energiekommission das Gutachten zum Ende der Kohleverbrennung im HKW Nord2 auf der Tagesordnung: Eine virulente Sitzung
  • am 28.10.16 wird im Rahmen der Abschlussveranstaltung zum „Klimaherbst“ Zwischenbilanz gezogen, ob die Klimapolitik Münchens erfolgreich ist
  • am 08.11.16 steht das hoffentlich baldige Ende der Kohleverbrennung in München erneut auf der TO der politischen Ausschüsse, Anfang 2017 dann in der Vollversammlung des Stadtrats
  • und am 01.12.16 findet auf Einladung des Umweltreferats der LHM die Kick-off-Veranstaltung zum Klimaschutzaktionsplan 2017 statt

Denn angesichts des Klimawandels stellt sich natürlich auch in München die Frage nach der Ausgestaltung einer nachhaltigen und gerechten Energieversorgung und Klimapolitik: Nach der Vision „2000-Watt-Gesellschaft“ sollte der Energiebedarf jeden Erdenbewohners (!) künftig einer durchschnittlichen Leistung von 2000 Watt an Primärenergie entsprechen. Wir ahnen schon, das ist nicht viel gegenüber heute.

In einer 2000-Watt-Gesellschaft leben Menschen, die sich mit Engagement und Begeisterung für eine nachhaltig hohe Lebensqualität einsetzen. Sie schätzen die vorhandenen Ressourcen, nutzen diese mit Mass und verteilen sie global gerecht. Die Menschen einer hochentwickelten 2000-Watt-Gesellschaft haben erkannt, dass ihre eigene Lebensqualität nicht mehr an einen steigenden materiellen Lebensstandard gekoppelt ist. Effizienz, Konsistenz und Suffizienz sind die drei übergeordneten Umsetzungs-Strategien dazu.

Viele Städte und Gemeinden, insbesondere in der Schweiz, haben sich in den vergangenen Jahren den 2000-Watt-Zielen verpflichtet. Vier wurden seit 2004 mit dem Label „Energiestadt auf dem Weg in die 2000-Watt-Gesellschaft“ ausgezeichnet, darunter Basel und Zürich.

Nun sollen die Erfahrungen Schweizer Regionen möglicherweise auch auf München übertragen werden: Von heute 7.300 Watt pro Person – inkl. grauer Energie aus Importen – runter auf 2000 Watt. Wie kann das gehen, was ist zu tun, wie betrifft das Neu- und Bestandsgebäude, die gewerbliche Wirtschaft, die Verwaltung, die Infrastruktur und die Mobilität in München, jeden Einzelnen von uns?

Im Jahr 2012 hatte der Stadtrat mit seinem Beschluss zur „Leitlinie Ökologie – Klimawandel und Klimaschutz“ das Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) beauftragt, Wege zu einer 2000-Watt-Gesellschaft darzustellen. Die Ergebnisse des Gutachtens werden für Anfang 2017 erwartet. Die Referenten des Abends kamen just aus der Planungsgesellschaft mit Schweizer Erfahrungen, die im Auftrag der Landeshauptstadt München einen 2000-Watt-Gesellschaft-Fahrplan für München erarbeiten soll. Dazu also erste Erkenntnisse: JA, 2000-Watt wäre auch für München machbar und sinnvoll.
 
Präsentation der Referenten: Klicken Sie hier
 

Biodiversität

 

Ausblick

Eine andere Welt ist pflanzbar!

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Museum Mensch und Natur.

17. November 2016, 19:00 Uhr, Museum Mensch und Natur

Film-Matinée und Diskussion mit dem Regisseur Ella von der Haide

Über 500 Gemeinschaftsgärten sind in den letzten Jahren in Deutschland entstanden, in denen sich Menschen verschiedener Generationen und unterschiedlichster Milieus treffen. Sie gärtnern als Hobby, um sich selbst zu ernähren oder um Wissen weiterzugeben. Für einige ist es eine Form des politischen Protests oder der Stadtgestaltung, für andere ist es Therapie, wieder andere verdienen hier ihren Lebensunterhalt.

Dabei werden viele Themen konkret umgesetzt – vom Erhalt traditioneller Nutzpflanzen über partizipative Stadtgestaltung und therapeutische Heilung bis zur Unterstützung von Flüchtlingen und dem Erproben neuer alternativer und kollektiver Ökonomien.

 

Dr. Nico Döring

Für das Thema „Biodversität" engagiert sich unser Vorstandsmitglied Dr. Nico Döring.

Nachhaltigkeit lernen - von Kindesbeinen an

 

Rückblick

Sommerluft statt öde Theorie

Isar - Exkursion der Q 11 des Michaeli-Gymnasiums München am 26.7.2016
Bericht von Andrea Wanat, StD, Michaeli-Gymnasium München

So eine letzte Schulwoche vor den Sommerferien kann noch ganz schön anstrengend sein: mit dem Lehrstoff ist man durch, die Bücher sind abgegeben, das Sommerfest ist auch schon vorbei und die Motivation vieler Schüler ist im Keller.

Gut, dass es die Umwelt-Akademie und ihre Projektangebote gibt.

Das Angebot einer Isar- Exkursion zum Thema Biodiversität passt noch dazu wunderbar in den Lehrplan der 11. Jahrgangsstufe, der am Ende des Jahres noch eine Ökologieeinheit vorsieht. So konnten die Schüler, statt öde Theorie im Klassenzimmer anzuhören, die Isar an einem wunderschönen Sommermorgen live erleben.

Der Treffpunkt auf der Museumsinsel, direkt auf dem Gelände des Stadtstrands am Vater-Rhein-Brunnen, gab schon das beste Beispiel für die moderne urbane Bedeutung der Isar als Freizeitgebiet. Herr Döring bot den Schülern im Laufe der zwei Stunden umfassende Informationen über die Nutzung der Isar einst und heute und die sich daraus ergebenden Spannungsfelder, die Auswirkungen menschlicher Eingriffe in den Flussverlauf auf die Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren, so wie die positiven Veränderungen der Flusslandschaft durch vielfältige Renaturierungsmaßnahmen.




Dr. Nico Döring informiert die Schüler auf dem Wehrsteg – zwischen Isarkanal und Kiesbänken



Auf der Uferbefestigung an der Reichenbachbrücke

 

 

Für das Thema „Nachhaltigkeit lernen - von Kindesbeinen an" engagiert sich unser Vorstandsmitglied Klaus von Birgelen.

Eintauchen in eine andere Welt

Bericht über Waldexkursion des Sonderpädagogischen Förderzentrums Münchnen Nord-West unter Leitung von Dr. Nico Döring von der Umwelt-Akademie e.V.

Am 3. August 2016 besuchten wir im Rahmen eines Ferienprogramms des Sonderpädagogischen Förderzentrums Münchnen Nord-West mit einer Kindergruppe Dr. Döring in Murnau.

Die TeilnehmerInnen sind im Alter von 10 bis 13 Jahre und stammen vorwiegend aus sozial und wirtschaftlich benachteiligten Familien. Unsere Ferienangebote zielen neben Erholung auf alternative Freizeitmöglichkeiten: weniger Konsum, mehr Naturerleben und Nachhaltigkeit erfahren.

Unsere Exkursion fürhrte uns zunächst unter fachlkundlicher Anleitung von Dr. Döring durch einen Waldpfad bis hin zum Staffelsee.Dabei lernten wir Pflanzen, Bäume, Kleintiere und Insekten kennen und benennen. Auf dem Privatgelände der Familie Döring erwartete uns ein naturnaher und blütenreicher Wildgarten mit vielen Obst-und Kräutersorten, der uns Besucher zum Beobachten und Genießen einlud. Wir machten Bekanntschaft mit Hund, Katzen, Blindschleichen, zahmen Bartagamen und Bienenvölkern. Nebenbei erfuhren wir auf kindgerechte Art und Weise viel Wissenswertes über die Bienen, über Honig- und Wachsgewinnung und die Zusammenhänge von Mensch und Natur. Für einige unserer "Stadtkinder" bedeutete dieser Ausflug ein Eintauchen in eine andere Welt.
 
Dr. Döring verstand es, Naturerfahrung lebendig und unterhaltsam zu vermitteln. Die Kinder waren bei allen Aktionen interessiert dabei und hatten Spaß an Pflanzen und Tieren.

Dank der Unterstützung der Umwelt-Akademie war uns diese Fahrt möglich.

Wir bedanken uns herzlich im Namen aller TeilnehmerInnen für Ihre Hilfsbereitschaft.

Myriam Egerer und Andre Schröder
Landeshauptstadt München, Sozialreferat


          

 

    

Dr. Nico Döring, Vorstand der Umwelt-Akademie, mit begeisterten kleinen Naturentdeckern

 

Nachhaltige Lebensstile

Ausblick

Leben vom ökologischen Kapital? Unsere Einnahmen, unsere Ausgaben

6. Dezember 2016, 19.00 Uhr, in den Räumden der GLS Bank, Bruderstraße 5A, 80538 München

Referent: Prof. Dr. Karl-Ernst Kaissling, em. Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft und des ehem. Max-Planck-Instituts für Verhaltensphysiologie Seewiesen, em. Prof. der Ludwigs-Maximilians-Universität München

Unseren Girokontostand kennen wir alle. Droht das Minus, überlegen wir, wo wir sparen können, um über die Runden zu kommen.

Dass wir mit unseren ökologischen Ausgaben bereits vor der Monatsmitte ins Minus rutschen und dringend sparen müssten, zeigte der diesjährige deutsche Erdüberlastungstag am 29. April 2016 (der weltweite war am 08.08.2016), an dem die gesamten natürlichen und erneuerbaren Ressourcen unseres Globus für dieses Jahr aufgebraucht waren.

Doch wie sollten wir ein ökologisches Konto führen und in welcher Währung? Hätten wir damit auch ein Maß für ein nachhaltiges Wirtschaften?

Bereits 1972 erschien die Studie „Die Grenzen des Wachstums“ von D. Meadows et al., die verschiedene Szenarien für das jetzige Jahrhundert beleuchtete. Wo stehen wir heute, vier Jahrzehnte später? Es geht um die globale Überlastung unseres Globus durch Raubbau an natürlichen Ressourcen und Übernutzung der Atmoshäre als CO2-Deponie; es geht um den globalen „Ökologischen Fußabdruck“, der den Flächenverbrauch eines Menschen irgenwo auf der Erde misst, um dessen Lebensstandard zu ermöglichen; und es geht darum, dass der Öko-Fußabdruck etwa eines Durchschnitts-Deutschen oder Katarers das Mehrfache des Abdruckes eines Inders oder Nordafrikaners beträgt.

Darüber referiert Prof. Dr. Karl-Ernst Kaissling

 

Für das Thema „Nachhaltige Lebensstile"engagiert sich unser Vorstandsmitglied Michael Greza.

 

Klimaherbst

Rückblick

Zivilgesellschaftliches Engagement

Der Münchner Klimaherbst feiert 2016 Jubiläum: bereits zum zehnten Mal fand die Veranstaltungsreihe statt.

Initiiert im Jahr 2007 von einem Team der Münchner Volkshochschule hat sich der Münchner Klimaherbst zu einer der wichtigsten und am meisten beachteten Veranstaltungsplattformen für Nachhaltigkeitsthemen in München entwickelt. Er wird getragen von einem umfangreichen Netzwerk an Initiativen und Vereinen, Bildungseinrichtungen, Stiftungen und auch einigen Unternehmen sowie gefördert u.a. vom Referat für Umwelt und Gesundheit der Landeshauptstadt München.

Ziel ist es, jeweils im Herbst eines Jahres, nach Ende des Oktoberfests, ab dem 04. Oktober, über einen Zeitraum von knapp einem Monat, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger Münchens, Jung wie Alt, für das Thema „Klimawandel und Klimaschutz“ zu sensibilisieren.

cool bleiben: auf geht´s!
Gemeinsam handeln für Klimaschutz

so lautete das Motto des diesjährigen Klimaherbstes.

Weitere Infos: Klicken Sie hier

 

 

Bürgerenergie
Exkursion: Windräder in den Wadlhauser Gräben, Berg/Starnberger See

Samstag, 08. Oktober 2016

Führung: Robert Sing; Bürgerwind Berg Verwaltungs GmbH & Co KG; Ingenieurbüro Sing GmbH, Geschäftsführer

 

Nicht unumstritten, aber seit Dezember 2015 in Betrieb: Die vier Windräder, weithin sichtbar über der Gemeinde Berg, oberhalb des Starnberger Sees.

Die vier Windkraftanlagen liegen zwischen der Autobahn A95 und dem Starnberger See, ca. 4 km südöstlich von Starnberg. Es handelt sich um ein ausgedehntes Waldgebiet (Wadlhauser Gräben). Die nächstgelegenen Ortschaften sind Neufahrn in etwa 1,2 km Entfernung, Schäftlarn ca. 1,5 km, Irschenhausen und Icking 2 km und Berg 3 km südwestlich. Großräumig gesehen liegen die Standorte im Gebiet des Bayerischen Oberlands auf einem Moränenhügel zwischen Würm- und Isartal.

Die Anlagen wurden durch die Bürgerwind Berg GmbH & Co. KG errichtet, in Betrieb genommen und werden seither von ihr betrieben. Der Windpark besteht aus vier Windenergieanlagen des Typs Enercon E-115 mit einer Nabenhöhe von 149 m, einem Rotordurchmesser von 115 m (Gesamthöhe 206,9 m) und einer Nennleistung von jeweils 3 MW. Damit werden jeweils jährlich rd. 7.000.000 Klimawattstunden (kWh) Strom produziert, bei vier WEA also genug für ca. 8.000 Haushalte bzw. 24.000 Bürger.

Über die Mindestlaufzeit von 20 Jahren produzieren die vier WEA in Berg ca. 560.000.000 kWh Strom. Ein durchschnittliches deutsches Steinkohlekraftwerk benötigt für die gleiche Strommenge ca. 176.000 t Steinkohleeinheiten und emittiert dabei rd. 408.000 t CO2; mit den Windkraftanlagen Berg werden genau diese CO2-Emissionen vermieden.

Die Gesamtinvestition belief sich auf rd. 21,6 Mio. Euro. Davon sind 15 Mio. Euro Fremdkapital und 6,6 Mio. Euro Eigen- bzw. Kommanditkapital. Es handelt sich um eine „Bürgeranlage“, die überwiegend aus Einlagen von 169 lokalen Bürgern, der Gemeinde Berg, Nachbargemeinden, Energiegenossenschaften, Stadtwerken und einer regionalen Bank n finanziert ist. Eine Beteiligung ist nicht mehr möglich, da der Fonds geschlossen ist.
 
Der Windpark wurde von der Gemeinde Berg geplant. Federführend mit der Planung beauftragt war und ist die Ingenieurbüro Sing GmbH aus Landsberg am Lech.
 

 

Stadt sucht Zukunft

Nachhaltigkeitsstrategien unter Beteiligung von Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft in NRW-Großstädten, Augsburg und München

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Moderation: Maren Schüpphaus (Netzwerk Gemeinsinn e.V.)

Veranstalter: Ökologische Akademie e.V.,  in Kooperation mit: Bündnis Nachhaltigkeit Bayern (BNB), Die Umwelt Akademie e.V., Green City e.V., Netzwerk Gemeinsinn e.V., oekom e.V., Selbsthilfezentrum München (SHZ), BenE München, MORGEN - Netzwerk Münchner Migrantenorganisationen, Bund Naturschutz, Kreisgruppe München 

 

Die Landeshauptstadt München wurde für ihre  Nachhaltigkeitspolitik national und international ausgezeichnet. Auch der Nachhaltigkeitsbericht  des Referats für Gesundheit und Umwelt (2014) erfuhr einhellige Zustimmung. Eine zentrale und übergreifende Aufgabe wartet allerdings noch darauf realisiert zu werden: die Entwicklung einer Münchner Nachhaltigkeitsstrategie. Ihr Ausbleiben konstatiert das Referat mit den Worten: „Erfolgversprechende Nachhaltigkeitsstrategien basieren auf breitem Konsens. Sie sind dazu weniger als hierarchische Lenkungsinstrumente anzulegen, sondern als eine interaktive und partizipative  Form der Selbstbeobachtung und –steuerung von Politik und Gesellschaft.“  Mit der Unterzeichnung der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung durch  OB Reiter am 16. Juni und der Erklärung, dass die Stadt ein breites Bündnis mit lokalen Akteuren und den Münchnerinnen und Münchnern zum nachhaltigen Leben schmieden (möchte)“rückt die Beteiligung der Stadtgesellschaft in den Mittelpunkt.

Für die Erarbeitung einer Münchner Nachhaltigkeitsstrategie gibt allerdings keine Blaupause. Da liegt es nahe, sich das bundesweit beachtete Modellprojekt „Global Nachhaltige Kommune“  in NRW und  das einvernehmliche  Zusammenwirken von Stadtgesellschaft, Verwaltung und Politik in Augsburg bei den Zukunftsleitlinien genauer anzuschauen.
Die Veranstaltung hatte zum Ziel eine Verständigung über den Weg zu einer lokalen Nachhaltigkeitsstrategie unter den Münchner Akteuren zu initiieren, Verfahrensvorschläge zu entwickeln  sowie Chancen und Hemmnisse für ein partizipatives Vorgehen in der Erarbeitung einer Münchner Nachhaltigkeitsstrategie heraus zu arbeiten.


 

 

Power to change - Die Energierebellion

Kooperationsveranstaltung von Die Umwelt-Akademie, BürgerStiftung München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Evangelische Stadtakademie München und WissenLeben e.V.

Film-Matinée und Diskussion mit dem Regisseur Carl A. Fechner

Moderation: Dietlind Klemm, Journalistin

Sonntag, 16. Oktober

Deutschland steht zweifellos vor der größten strukturellen Veränderung seit Beginn des Industriezeitalters: Mit Power to Change wird das Jahrhundertprojekt Energiewende filmisch erlebbar.

Der Film zeigt anhand überzeugender Beispiele, dass Umstellungen in der Energiewirtschaft möglich und machbar sind.

Anschließend wurde gemeinsam diskutiert, wie wir hier bei uns zu Hause, in München und Bayern die Energiewende schneller voranbringen können.

 

 Filmplakat

Gemeinsam handeln für Klimaschutz: Ist die „2000-Watt-Gesellschaft“ ein realistisches Ziel für München?

In Kooperation mit Green City Energy AG

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Referenten:

  • Roland Stulz; er ist Aufsichtsratsvorsitzender von INTEP –  Integrale Planung GmbH, hörbar aus der Schweiz
  • René Sigg, Geschäftsführer der INTEP, Sitz in München, speziell betraut mit den Münchner Verhältnissen.

Wieder ein politisch heißes Thema „Gemeinsam handeln für Klimaschutz: Ist die „2000-Watt-Gesellschaft“ ein realistisches Ziel für München?“

Politisch heiß auch anhand der Zeitläufte:

  • am 20.10.2016 war in der städtischen Energiekommission das Gutachten zum Ende der Kohleverbrennung im HKW Nord2 auf der Tagesordnung: Eine virulente Sitzung
  • am 28.10.16 wird im Rahmen der Abschlussveranstaltung zum „Klimaherbst“ Zwischenbilanz gezogen, ob die Klimapolitik Münchens erfolgreich ist
  • am 08.11.16 steht das hoffentlich baldige Ende der Kohleverbrennung in München erneut auf der TO der politischen Ausschüsse, Anfang 2017 dann in der Vollversammlung des Stadtrats
  • und am 01.12.16 findet auf Einladung des Umweltreferats der LHM die Kick-off-Veranstaltung zum Klimaschutzaktionsplan 2017 statt

Denn angesichts des Klimawandels stellt sich natürlich auch in München die Frage nach der Ausgestaltung einer nachhaltigen und gerechten Energieversorgung und Klimapolitik: Nach der Vision „2000-Watt-Gesellschaft“ sollte der Energiebedarf jeden Erdenbewohners (!) künftig einer durchschnittlichen Leistung von 2000 Watt an Primärenergie entsprechen. Wir ahnen schon, das ist nicht viel gegenüber heute.

In einer 2000-Watt-Gesellschaft leben Menschen, die sich mit Engagement und Begeisterung für eine nachhaltig hohe Lebensqualität einsetzen. Sie schätzen die vorhandenen Ressourcen, nutzen diese mit Mass und verteilen sie global gerecht. Die Menschen einer hochentwickelten 2000-Watt-Gesellschaft haben erkannt, dass ihre eigene Lebensqualität nicht mehr an einen steigenden materiellen Lebensstandard gekoppelt ist. Effizienz, Konsistenz und Suffizienz sind die drei übergeordneten Umsetzungs-Strategien dazu.

Viele Städte und Gemeinden, insbesondere in der Schweiz, haben sich in den vergangenen Jahren den 2000-Watt-Zielen verpflichtet. Vier wurden seit 2004 mit dem Label „Energiestadt auf dem Weg in die 2000-Watt-Gesellschaft“ ausgezeichnet, darunter Basel und Zürich.

Nun sollen die Erfahrungen Schweizer Regionen möglicherweise auch auf München übertragen werden: Von heute 7.300 Watt pro Person – inkl. grauer Energie aus Importen – runter auf 2000 Watt. Wie kann das gehen, was ist zu tun, wie betrifft das Neu- und Bestandsgebäude, die gewerbliche Wirtschaft, die Verwaltung, die Infrastruktur und die Mobilität in München, jeden Einzelnen von uns?

Im Jahr 2012 hatte der Stadtrat mit seinem Beschluss zur „Leitlinie Ökologie – Klimawandel und Klimaschutz“ das Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) beauftragt, Wege zu einer 2000-Watt-Gesellschaft darzustellen. Die Ergebnisse des Gutachtens werden für Anfang 2017 erwartet. Die Referenten des Abends kamen just aus der Planungsgesellschaft mit Schweizer Erfahrungen, die im Auftrag der Landeshauptstadt München einen 2000-Watt-Gesellschaft-Fahrplan für München erarbeiten soll. Dazu also erste Erkenntnisse: JA, 2000-Watt wäre auch für München machbar und sinnvoll.
 
Präsentation der Referenten: Klicken Sie hier

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Veranstaltungen mit unseren Kooperationspartnern

Rückblick

Abbau umweltschädlicher Subventionen: Effektive Chance für mehr Klima- und Umweltschutz

Eine Veranstaltung der Münchener Regionalgruppe des FÖS in Kooperation mit der Umwelt-Akademie e.V., Green City Energy und der Petra-Kelly-Stiftung

Montag, 10. Oktober 2016,

Referenten:

    Lea Köder, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Umweltbundesamt, Dessau-Roßlau
    Björn Klusmann, Geschäftsführer des FÖS, Berlin

Laut Umweltbundesamt (UBA) belaufen sich die umweltschädlichen Subventionen in Deutschland auf jährlich über 50 Milliarden Euro, was etwa einem Sechstel des Bundeshaushalts entspricht. Damit werden beispielsweise Dienstwagen gefördert und Diesel- gegenüber Benzin-Kraftstoff preislich vergünstigt. Dies blockiert nicht nur den Staatshaushalt und verzerrt den wirtschaftlichen  Wettbewerb – auch  der Erfolg  der Energiewende und des Klimaschutzes wird unnötig erschwert.

Welche Subventionen es gibt und warum das UBA sie als umweltschädlich bewertet, darüber wird Lea Köder, Co-Autorin der Studie „Umweltschädliche Subventionen in Deutschland“, berichten. Björn Klusmann, Geschäftsführer  des  Forums  Ökologisch-Soziale  Marktwirtschaft  (FÖS)  machte Vorschläge,  wie  der  Abbau dieser Subventionen angegangen werden kann.

 

 

Willkommensstadt - Wo Flüchtlinge wohnen und Städte lebendig werden

Eine Kooperationsveranstaltung des München Forum Nachhaltigkeit mit der Evangelischen Stadtakademie München und der Petra-Kelly-Stiftung

26. September 2016

Referent:  Daniel Fuhrhop, Blogger und Autor

Impulsreferat: Hinrich Böttcher, Diplom-Ingenieur und Architekt, freier Kurator und einer der Initiatoren von „Wohnraum für alle“.

Moderation: Dr. Manuel Schneider, Münchner Forum Nachhaltigkeit

Deutschland entwickelt sich zum Einwanderungsland. Angesichts des Zuzugs Geflüchteter stellt sich die Frage nach ihrer menschenwürdigen Unterbringung. Wo werden über eine Million nach Deutschland gezogene Menschen auf Dauer leben? Schaffen das unsere Städte? Müssen wir, um dieser Herausforderung gerecht zu werden, schnell und billig bauen, Klimaschutzziele aufgeben, die Flächenversiegelung weitertreiben und neue Massensiedlungen errichten?

Während Bauträger und Architekten Bauinitiativen mit dem Motto „Wohnraum für alle“ ins Leben rufen und in diesem Zusammenhang auch neue Siedlungsstrukturen fordern, meint Daniel Fuhrhop: „Neubau für Neubürger ist angesichts bundesweiter Leerstände nicht nötig und behindert das Ziel, eine neue Gemeinschaft zu gründen.“ Dabei ist mehr erforderlich als Wohnraum, denn Willkommen ist mehr als Ankommen – es umfasst Wohnen, Bildung und Arbeiten. Wie aber lassen sich unsere Städte zu weltoffenen, lebendigen Orten der Begegnung entwickeln – zu Willkommensstädten, in denen wir selber gern leben?

Daniel Fuhrhop ist Autor des Blogs und Buches Verbietet das Bauen! Eine Streitschrift, 2015, und des dieser Tage erschienenen Buches Willkommensstadt. Wo Flüchtlinge wohnen und Städte lebendig werden, 2016 (beide oekom verlag).

 

Münchner Forum Nachhaltigkeit

Veranstalter / Initiatoren

  • oekom e.V.
  • Selbach-Umwelt-Stiftung
  • Schweisfurth-Stiftung

Kooperationspartner

  • Bürgerstiftung
    Zukunftsfähiges München
  • Die Umwelt-Akademie e.V.
  • Hochschule für angewandte Wissenschaften - FH München
  • Ringvorlesung Umwelt
    der Studentischen Vertretung der TU München

Wissenswertes

Nachhaltigkeitsstrategie für München – Über was reden wir eigentlich?

Synopse von „Agenda 2030“ (SDG) – „Perspektive München“ – „Nachhaltigkeitsbericht München“

Klicken Sie hier

 

18 Organisationen erklären OB Reiter ihre Bereitschaft mitzugestalten

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat auf seine im Juni erfolgte Unterzeichnung der Resolution des Deutschen Städtetages „Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung auf kommunaler Ebene gestalten“ eine
positive/direkte Resonanz erfahren.

Zur vollständigen Presseerklärung: Klicken Sie hier

 

 

In eigener Sache

Neue Kuratoriumsmitglieder in der Umwelt-Akademie

Das Kuratorium der Umwelt-Akademie setzt sich zusammen aus namhaften Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik und ist das Bindeglied zwischen dem Verein einerseits und der Wissenschaft, der Wirtschaft, den Behörden, der Politik, den Verbänden und den Bildungseinrichtungen andererseits. Seine Aufgabe ist es, Zielsetzung und Tätigkeit des Vereins zu unterstützen und den Vorstand insbesondere bei der Planung und Festlegung des Programms zu beraten.

Wir freuen uns über zwei neue Kuratoriums-Mitglieder, die wir im folgenden kurz vorstellen möchten:

 

Dr. Anselm Görres, Diplom-Volkswirt

Von 1984 bis 1991 war Dr. Anselm Görres Berater bei McKinsey, 1991 bis 1994 MBI-Investor und Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens in Ostberlin. Seit 1994 ist er geschäftsführender Gesellschafter der ZMM Zeitmanager München GmbH. Des Weiteren ist er Gründungsvorstandsmitglied des Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) und seit 2000 dessen Vorsitzender, 1994 war er Hauptautor des FÖS-Memorandums.

 

Dr. Claus Kumutat

Dr. Claus Kumutat ist Diplom Bauingenieur und studierte an der TU München. Bis 2011 war er Stellvertretender Leiter der Abteilung Wasserwirtschaft im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit, sowie Geschäftsführer der Gesellschaft zur Altlastensanierung in Bayern mbH. Seit 2011 ist er Präsident des Bayerischen Landesamtes für Umwelt.

  

Dr. Anselm Görres

Dr. Claus Kumutat

 

Neue Bayerische Klima-Börse geht online: Die Umwelt-Akademie bietet Mitmach-Projekt an

Am 7. Oktober wurde die neue Neue Bayerische Klima-Börse der Bayerischen Klima-Allianz online gestellt. Diese Crowdfunding-Plattform für Klimaschutzprojekte der Partner der Bayerischen Klima-Allianz stellt kleine und große Klimaschutzprojekte in Bayern vor, die durch Spenden finanziert werden sollen.

Haben sich genügend Spender gefunden, kann das jeweilige Projekt starten und die Spender werden vom StMUV zum Bayerischen Klima-Meister, je nach individuellem Beitrag in Bronze, Silber oder sogar Gold gekürt. Weitere Informationen: Klicken Sie hier

Auch Die Umwelt-Aakdemie ist mit ihrem Projekt "Obstbäume und essbare Pflanzen für Münchner Schulen" in die Bayerische Klimabörse aufgenommen worden: Ziel dieser Pflanzaktion ist, den Schülern einen direkten und praxisbezogenen Zugang zur Natur zu ermöglichen (alte Sorten, Pflanzen, Blühen, Bienen, Ernten, Äpfel essen…) und über diese Verbundenheit zum „eigenen Baum“, ein nachhaltiges Bewusstsein für Klima- und Umweltschutz zu etablieren.  Mit Ihrer Spende für dieses Projekt haben Sie also die Möglichkeit, sich unmittelbar an einer Maßnahme zum Klimaschutz in Bayern zu beteiligen. Machen Sie mit! Weitere Informationen: Klicken Sie hier

Auszug aus der Pressemitteilung der Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf zur Eröffnung der Bayerischen Klimabörse:

"Die weltweite Durchschnittstemperatur lag im Jahr 2015 laut Weltorganisation für Meteorologie erstmals knapp ein Grad über dem vorindustriellen Wert. Der Schutz des Klimas bleibt damit auch 2016 ein Top-Thema. Das betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf heute in München: "Wir nehmen den Rückenwind des Klimagipfels in Paris mit ins neue Jahr. Jetzt sind die Weichen für die Zukunft gestellt. Und die Staaten müssen liefern. Wir wollen in Bayern bis 2050 auf unter zwei Tonnen Treibhausgasemissionen pro Einwohner und Jahr kommen. Denn wir können dem Klimawandel beim Arbeiten zusehen. In Bayern ist bis zum Ende des Jahrhunderts ein Temperaturanstieg von bis zu 4,5 Grad möglich, wenn wir nicht gegensteuern. Klimaschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe." Der Klimaschutz soll deshalb für die breite Bevölkerung und die Wirtschaft geöffnet werden. Wichtiger Baustein soll eine neue digitale Bayerische Klima-Börse werden. Die neue digitale Plattform soll es zukünftig ermöglichen, dass sich alle Interessierten, vom Privat-Bürger bis zum Unternehmen, unmittelbar an Maßnahmen zum Klimaschutz in Bayern beteiligen können. "Klimaschutz wird in Bayern zum Mitmach-Projekt. Sponsoring, Spenden, Partnerschaften: Die Klima-Börse soll Klimaschutz von Bayern für Bayern ermöglichen. Bürger und Wirtschaft sollen unmittelbar beim Klimaschutz vor Ort mithelfen können. Die digitale Klimabörse arbeitet nach dem Motto: Wir gleichen Klimaemissionen aus. Wir wollen auf dem Weg zum klimaneutralen Bayern tüchtig vorankommen", so Scharf.

 

 

 

Die Umwelt-Akademie stellt sich vor

Die Journalisten-Akademie hat die Umwelt-Akademie anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens in einem Kurzfilm porträtiert. Wir finden, das ist eine gelungene Darstellung unserer Intentionen. Überzeugen Sie sich selbst: Klicken sie hier

 

 

 

Süddeutsche Zeitung stellt die Umwelt-Akademie vor

Von Pasing aus die Welt retten

Klicken Sie hier

 

 

Buch- und Filmempfehlungen/Neuerscheinungen

Was Sie da vorhaben, wäre ja eine Revolution... Ein Streitgespräch über Wachstum, Politik und eine Ethik des Genug

Dr. Erhard Eppler / Niko Paech, 208 Seiten, ISBN 978-3-86581-835-5, 14,95 Euro, auch als E-Book erhältlich

Ermunterung zur Einmischung - Zwei Generationen der Umweltbewegung blicken zurück – und nach vorn

Es muss anders werden, damit es besser wird – aber wie wird es anders? Erhard Eppler und Niko Paech setzen sich seit Jahrzehnten für eine ökologische Wende ein und sind zentrale Vordenker der Ökobewegung ihrer jeweiligen Generation. Anlässlich des bevorstehenden 90. Geburtstages von Erhard Eppler trafen sich die beiden Pioniere zum Gespräch in Epplers Haus und Garten, hoch über dem mittelalterlichen Kern seiner Heimatstadt Schwäbisch Hall.

Ein Streitgespräch zwischen Erhard Eppler und Niko Paech? Das werden sich einige Leserinnen und Leser sicher fragen, wenn sie das am 3. November 2016 erscheinende Buch »Was Sie da vorhaben, wäre ja eine Revolution« > in die Hand nehmen. Genau 34 Jahre trennen die beiden Gesprächspartner – der eine Politiker, der andere Wissenschaftler –, denn beide sind am 9. Dezember geboren. In ihren jeweiligen politischen Positionen liegen sie auf den ersten Blick ganz nah beieinander. Beide kritisieren die Fixierung der Wirtschaft auf ein ungebremstes Wirtschaftswachstum. Beide praktizieren selbst, was sie fordern: einen »ressourcenleichten« Lebensstil. Beide sind unbequeme Mahner. Beide fordern den gesellschaftlichen Wandel.

Doch so nah sich die beiden in ihren Überzeugungen auch sind, sie gehören nicht nur zwei Generationen, sondern auch unterschiedlichen politischen Kulturen an. Entsprechend kontrovers sind Ihre Antworten auf die wichtigsten Fragen unserer Zeit: Was kann die globalen Krisen noch stoppen? Ist »grünes Wachstum« Fluch oder Segen? Wie gelingt, wie weit reicht die Energiewende? Sind genügsamere Lebensstile in unserer Konsumgesellschaft mehr als eine Utopie? Wer kann eine Nachhaltigkeits(r)evolution durchsetzen? Eher die Bürger oder die Politik?

Leidenschaftlich, ja hitzig, waren die von ZEIT-Redakteurin Christiane Grefe moderierten Gespräche. Wenn Eppler und Paech einander ihre jeweiligen Prägungen, Erfahrungen, politischen Prioritäten und Visionen erzählen, wenn sie über die Wachstumsfixierung oder die Energiewende diskutieren, fügt sich das zu einer lebendigen Geschichte der deutschen Umweltbewegung – und zugleich zu einer Debatte über einen besseren Weg in die Zukunft.
 
 

Slow Food Genussführer Deutschland 2017/18

Slow Food Deutschland, 608 Seiten, Paperback, ISBN 978-3-86581-809-6, 24,95 Euro, auch als E-Book erhältlich

Wo man gerne einkehrt

Ob Sie nun unbekannte Gefilde in Deutschland erkunden oder Ausflüge in die Nachbarschaft unternehmen wollen: Wann immer man bekannte Pfade verlässt, stellt sich die Frage: Was gibt’s zu essen? Hier kommt Entscheidungshilfe: Im Slow Food Genussführer Deutschland 2017/2018 > finden Sie mehr als 500 Gasthäuser in Stadt und Land zwischen Amrum und Inzell. Sie wurden von Slow Food ausgezeichnet, weil sie regionale Küche aus saisonalen Zutaten bieten, weil sie ihre umweltfreundlichen Produzenten pflegen und auf Zusatzstoffe verzichten. Mit dabei ist alles vom klassischen Landgasthof bis zum trendigen Hipsterladen – Hauptsache gut, sauber und fair. Lassen Sie es sich schmecken!

Auszeichnungen

Bayerische Klima-Allianz PHINEO Wirkt Siegel http://www.un-dekade-biologische-vielfalt.de/ Umweltbildung Bayern UN_Dekade_Offizielles Projekt_2014 BNE-Auszeichnung www.landesstiftung.bayern.de

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