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Auf einen Blick!

Informationen über kommende und Berichte über bereits gelaufene Veranstaltungen, der neuste Newsletter, Stellungnahmen zu aktuellen Entwicklungen und brisanten Themen, Wissenswertes, Tipps und Trends - das alles finden Sie kompakt unter der Rubrik „Aktuelles“.

von Jörg Schindler

Die Beschäftigung mit der Vision einer postfossilen Welt ist eine Notwendigkeit

Was sind die Probleme unserer heutigen Energieversorgung? In aller Kürze lassen sich die strukturellen Mängel der heutigen Energieversorgung so beschreiben: sie ist nicht nachhaltig, weil sie im Wesentlichen auf der Nutzung nicht erneuerbarer fossiler oder nuklearer Energiequellen beruht; sie ist nicht zukunftsfähig, weil sie durch das Verbrennen von Kohlenstoff die Atmosphäre belastet und das Klima aufheizt; sie ist nicht gerecht, weil nur ein kleiner Teil der Weltbevölkerung den größten Anteil am Energieverbrauch hat; sie ist außerdem nicht gerecht, weil der Energieverbrauch der gegenwärtig lebenden Generation die Chancen der kommenden Generationen mindert. Das fossile Zeitalter geht seinem Ende entgegen, es wird nur wenige Jahrhunderte gedauert haben. Wir stehen gerade am Beginn der Transition in eine postfossile Welt. Es ist daher nicht verfrüht, sich gedanklich mit der postfossilen Welt zu beschäftigen. Es stellt sich die Frage, wie diese aussehen wird. Wird alles wieder so sein, wie in der praefossilen Zeit? Wird es doch anders sein? Was sind die Gründe dafür, dass es anders sein wird und welche Strukturen können wir heute schon erkennen?

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Der Blick von außen
von Dr. Ing. Peter H. Grassmann

Der Fortschritt in Computer-Simulation und Mathematik führte auch Finanzprodukte zu neuer Komplexität mit oft nur von Experten verstandenen Verknüpfungen. Viele Finanzprodukte waren plötzlich nicht mehr transparent, ihre Qualität und ihre Risiken, also ihr fairer und „ehrbarer“ Wert von der Mehrzahl der Finanzdienstleister nicht mehr beurteilbar. Sie waren auf Treu und Glauben und die Ehrlichkeit der Information durch die Emittenten angewiesen.

Eine ideale Situation für manche Kreise, der Versuchung unlauterer Vorteile zu erliegen. Die zurückliegende Finanzkrise war die Folge. Aber es war mehr als nur „Gier nach Boni“, es war eine gruppendynamische Verirrung, die von der sozialpsychologischen Wissenschaft ausführlich analysiert wurde.

Sieben „Triebkräfte“ kamen zusammen (1):

  • Überhöhte Boni erzeugen unkontrollierte „Gier“
  • Schnelle Erfolge fördern kurzfristiges Denken
  • Belohnende Verhaltensmuster werden wiederholt
  • Herdentrieb – man folgt den Erfolgreichsten
  • Gruppendenken erzeugt Gruppendruck
  • Verantwortungsdiffusion und pluralistische Ignoranz durch Institutionenvielfalt
  • Verdrängen von Inkompetenzgefühlen

 

"Die Energiewende in Bürgerhand ist in Gefahr. Denn die großen Energiekonzerne wollen nach der Bundestagswahl die Energiewende ausbremsen und den Ausbau der Erneuerbaren Energien durch die Bürger vor Ort stoppen. Sie wollen nicht noch mehr Marktanteile verlieren – und so lange wie möglich an konventionellen Energien und den zentralistischen Strukturen mit großen Kraftwerken festhalten."

Aufgrund dieser Befürchtung hat die "100 % erneuerbar Stiftung" sich zum Ziel gesetzt, die Bürgerenergie und ihre MacherInnen sichtbar zu machen - und zwar mit Aktionen in ganz Deutschland sowie mit einer Energiewende-Charta, die klar sagt, was der Bürger von der Politik erwartet.

Machen Sie mit und stärken Sie die Bürgerenergie in Deutschland:
http://www.die-buergerenergiewende.de/mitmachen/

Sonderausstellung im Deutschen Museum, noch bis 06. Januar 2014
von Dr. Helmut Paschlau


Verschiedene Aspekte rund um Ernährung und Lebensmitteln zu zeigen, kündigen die Ausstellungsmacher im Quartalsprogramm kraftvoll an. Tatsächlich werden in dieser Ausstellung nur drei Schwerpunkte behandelt:

  • Verdauungsapparat und Verdauungsstörungen (Jodmangel, Gluten-Überempfindlichkeit, Cholesterin, Übergewicht)

  • vom Getreide zum Brot (sieben Getreidegrundsorten; zerkleinern, sieben von Mehl(-sorten); mischen, formen, backen von Brot(-sorten))

  • Konservieren von Lebensmitteln zwecks Einschränkung von Mikroorganismen (Wasserentzug, Trocknung; kühlen, frieren; pasteurisieren, sterilisieren; zuckern, salzen), Konservierungsmittel).

Jeweils mit kurzen erläuternden Texten und einigen Ausstellungsstücken aus Haushalt und Industrie.

Eingangs wird kurz erläutert, was Essen enthält: Kohlenhydrate, Zucker, Ballaststoffe, Proteine, Fette, Vitamine, Mineralstoffe sowie Sekundäre Pflanzenstoffe (die gesundheitsfördernd und krebsvermeidend sein können). Es werden zwei Texttafeln sowie sechs Hörbeispiele zum Ernährungsverhalten geboten – von vegan über hochkalorisch für Sportler bis hin zu Hausmannskost; sowie Auszüge aus dem „Essens-Wegwerf-Film“ taste the waste (pro Kopf 82 kg Lebensmittel im Wert von 20 Mrd. Euro pro Jahr) und einige „literarische Leckereien“. Hinzu kommt ein publikumsträchtiges „Kalorien-Fahrrad“.

Auffallend ist das farbig hinterleuchtete Regal mit unterschiedlichsten Ausstellungsstücken, angesteuert von einem interaktiven Bildschirm „46-Gänge-Menü der Ernährung“: In zehn Kategorien (von Grundnahrungsmittel über Gesellschaft bis Zusatzstoffe) kann der Besucher für 46 Schlagworte Kurztexte und zugehöriges Regal-Exponat aufrufen.
Beispiel „Astronautennahrung“: Alles, was Astronauten zur Ernährung benötigen, muss mitgenommen werden und lange halten, wird erläutert, die Astronautennahrung sei deshalb getrocknet und eingeschweißt. Interessant.

Oder „Düngemittel“: Pflanzen brauchen zum Wachsen u.a. Nitrat, Phosphat und Kalium; mit Dünger würden dem Boden diese Nährstoffe zugeführt. Aha.
Eine der wenigen etwas kritischeren Anmerkungen sind unter „Lachsforelle ahoi!“ zu finden: Fisch ist ein besonders hochwertiges Lebensmittel, wird in Broschüre und auf dem Bildschirm berichtet; wegen der Proteine, den Vitaminen A und D und den mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken können, werden ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche empfohlen. Problematisch sei aber, dass viele Gewässer überfischt sind, weshalb man beim Fischkauf auf Art, Herkunft und Fangmethode achten solle. Bei tieferer Suche findet der Besucher die Aussage, dass von den sechs am meisten verzehrten Fischarten nur Hering (sofern nicht aus dem Nordatlantik (Hauptfanggebiet!, A.d.V.)) und Regenbogenforelle (soweit nicht aus Käfigzucht) überhaupt noch empfehlenswert sind.

Ohne jeglichen Text werden auch drei Grafiken gegenübergestellt: Dass wir Bundesbürger seit 1970 viel mehr Fleisch und viel weniger Kartoffeln essen, wie viele Tiere wir im Laufe unseres Leben verzehren, und  dass wir 1970 durchschnittlich 72 Minuten für ein Kilo Rindfleisch arbeiten mussten, heute nur noch 28 Minuten. Und was weiß der geneigte Ausstellungsbesucher nun? Dass der Preis für Rindfleisch weiter sinken möge, damit er mehr davon verzehre? Kein Wort zur ethischen Fragwürdigkeit und mangelnden Nachhaltigkeit von moderner Viehwirtschaft und solcherart Ernährung, kein Hinterfragen der ökologischen Folgen des weltweit steigenden Fleischkonsums (Regenwaldabholzung für Sojaproduktion, Bodenverarmung und Wasserbeeinträchtigung, erheblicher Beitrag zum Klimawandel), kein Hinweis auf Welternährungsprobleme von bald neun Milliarden Menschen auf dem Globus.
Typisch Deutsches Museum? „Die Vielfalt der Ernährung“ – so der Untertitel der Ausstellung – wird in dieser kleinen Ausstellung jedenfalls nicht dargestellt, geschweige denn deren weltweiten nachhaltigen Probleme. Schade! Bliebt nur Hoffnung auf die neue Ernährungs-/Landwirtschaftsausstellung in 2014.  



von Dr. Helmut Paschlau, Mitglied des Vorstands

Das Praxisbeispiel soll zeigen, dass und wie wir, Die Umwelt-Akademie e.V., mit einem bundesweit einzigartigen Projekt über Umweltthemen kommunizieren, Konflikte aufgreifen und bearbeiten: „Ein authentisches und außergewöhnliches Projekt im Bereich Klimaschutz, das alle an der Energiewende beteiligten Akteure zusammenbringt und einen reflektierten, wertschätzenden Austausch ermöglicht“, so die Auszeichnung mit dem „Wirkt!“-Signet der PHINEO gAG. 2011 – 2013 hatten wir etwa 40 Veranstaltungen, 400.000 Kontakte, 4.000 TeilnehmerInnen.

Grundlage unserer Arbeit sind der Bericht des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung zur Globalen Umweltveränderung (WBGU) „Die Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“ (2011) und der Bericht der Ethikkommission Sichere Energieversorgung „Deutschlands Energiewende – ein Gemeinschaftswerk für die Zukunft“ (2011). Wir verstehen „Energiewende“ nicht als technisches, sondern als zivilgesellschaftliches Problem der nächsten 30 Jahre; begründet mit dem menschengemachten Klimawandel, der Notwendigkeit zur Ressourcenschonung  sowie  zur Umkehr zu einer nachhaltig wirtschaftenden Gesellschaft.  

Bereits 15.000 Menschen haben in kurzer Zeit die „Energiecharta“ unterzeichnet, ein Appell für zügige Umsetzung der Energiewende, gerichtet an Bundestag und Kanzlerin. Tragen Sie sich auch ein!

Jetzt können Sie prüfen, ob Ihr Direktkandidat für die Bundestagswahl auch schon unterschrieben hat – und ihn/sie ansprechen, wenn noch nicht!

Und an einem „unmoralischen“ Angebot an die Kanzlerin teilnehmen: Der Autor Willensbacher hat Frau Merkel versprochen, ihr alle seine Anteile an Energie-Genossenschaften (mittlerweile 650 in Deutschland) zu schenken, wenn sie nach der Wahl die Energiewende tatvoll unterstützt.
Siehe: www.die-buergerenergiewende.de

 

Auszeichnungen

Bayerische Klima-Allianz PHINEO Wirkt Siegel http://www.un-dekade-biologische-vielfalt.de/ Umweltbildung Bayern UN_Dekade_Offizielles Projekt_2014 BNE-Auszeichnung www.landesstiftung.bayern.de

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